Angezeigt wegen Corona-Verstößen: Warum diese Wirtin ihren Gasthof trotzdem öffnet

Martina Bellmann erhielt diese Woche zwei Anzeigen, weil sie laut Polizei im Gasthof Reinsberg Gäste bewirtet und damit gegen die Corona-Verordnung verstoßen hat. Die 65-Jährige sieht das anders.

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1111 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 14
    2
    Juri
    14.12.2020

    Sie haben alle Freiheit dieser Welt. Das ist Gott sei Lob und Dank in unserem Land so.
    Aber zur Freiheit gehört eben auch Humanität. Deshalb hört die Freiheit dort auf, wo sie beginnt, die Freiheit der anderen Menschen zu behindern.
    Das Problem sind nicht die Menschen, die aus eigenen Nöten oder gar aus Mitleid so unbedacht handeln wie Frau Bellmann. Das lässt sich manchmal mit Wissen und Einsicht korrigieren.
    Das Problem sind die Menschen, die auf meinen Kommentar vom 12. 12. mit "roten Daumen" reagieren.
    Vielleicht darf man darüber traurig, aber nicht böse sein. Die sind alle viel zu weit weg von Betroffenheit und Realität.
    Aus meiner Berufserfahrung weiß ich aber, so bald es ganz in deren Nähe einschlägt, ändert sich meistens das Bewusstsein ganz schnell.
    Schade nur, dass es immer erst weh tun muss. Leider meistens dann sogar noch den falschen Leuten.

  • 17
    21
    Interessierte
    12.12.2020

    Wo gehen denn die Handwerker aus dem Landtag/Bundestag/ Bundesrat essen , oder bringen die ihre Schnitten/Brote/Bemmen von zuhause mit ?

    oder die , die gerade das "eins" bauen ?
    oder die , die gerade den Tunnel in Magdeburg bauen ?
    oder die , die gerade die U-Bahn in Berlin bauen ?

  • 31
    18
    Juri
    12.12.2020

    Erneut der Beweis, dass noch nicht alle den Schuss gehört haben.
    Eigentlich müsste man alle diese Leute einmal mit in ein Krankenhaus oder Pflegeheim nehmen, um ihnen die aktuell zwei Welten zu zeigen.
    Nämlich die Welt, wo große Not, auch Angst und Leid herrschen und die, wo vermeintlich doch alles in Ordnung ist.

  • 11
    26
    v1973
    12.12.2020

    - sehr gut mutig von der Dame , Top aber leider steht Sie alleine da und es helfen
    keine Gaststättenbetreiber zum Demonstrieren.

    @ths1 Sie stehen ein bischen auf Wasserwerfer


    -mit 65 Jahre hätte Ich Mir das nicht angetan .

  • 24
    19
    paral
    11.12.2020

    Wenn man diese Sachen liest, wird einem die Ohnmacht bewußt, in der man an als angeblich mündiger Staatsbürger und Mitdemokrat gefangen ist. Es ist sinnlos, ein Blick in die Geschichte zeigt, was uns blüht. Dann verstummen alle, bis auf die Denunzianten.

  • 42
    41
    nnamhelyor
    11.12.2020

    Meine Symphatie hat diese Frau!

    "Das gilt auch für Angebote für Bedürftige." Na also, hungernde und frierende Menschen sind doch bedürftig. ;-)

    Und warum es in einer rappelvollen Kantine kein Infektionsrisiko geben soll, hier aber schon verstehen wohl nur die Schildbürger.

  • 51
    32
    435200
    11.12.2020

    Es gibt Regeln und an die Regel hat man sich zu halten.
    Auch ein gesonderter Bereich ist keine Kantine, da die Frau Wirtin eben nicht zu EINEM Betrieb gehört sondern öffentlich zugänglich ist für jedermann.

    Sorry, aber mein Mitleid mit der Fast-Rentnerin hält sich in Grenzen.

  • 60
    77
    ths1
    11.12.2020

    Nur drei Polizeiautos wegen einer Handvoll frierender Dachdecker? Alle Achtung, das ist mutig von der Polizei. Die Handwerker sollten jedoch froh sein. Es hätte ja auch noch ein Wasserwerfer dabei sein können.

  • 80
    20
    Spanbaum
    11.12.2020

    Gut gemeint von der Wirtin. Leider wird sie sich damit vor Gericht schwer durchsetzen können. Den Virus wird es jedoch egal sein, ob es Kantine oder Gaststätte heißt. Er wird in einer Kantine auch herzhaft in die Gäste beißen.

  • 44
    62
    BIENE1
    11.12.2020

    Eigeninitiative, sehr gut

  • 68
    13
    KTreppil
    11.12.2020

    Das Argument, dass im Freien Arbeitende zur Zeit wenig Möglichkeiten finden, sich mal aufzuwärmen, ist eigentlich nicht unberechtigt. Ich frage mich auch, wo Außendienstmitarbeiter mal ne richtige Pause machen können, wenn sie abseits der Autobahnen unterwegs sind, wo dürfen die wohl ihre Notdurft verrichten? Man macht sich halt seine Gedanken. Die Wirtin ist zwar mutig, ihre Beweggründe nachvollziehbar, aber wenn es alle so machen...?
    Unsere Nachfahren werden sich bestimmt mal fragen, was 2020 (und 2021) so los war in Sachsen, wenn sie in den Archiven stöbern und diverse Polizeiberichte lesen werden.