Apothekerin erhält besondere Ehrung

Monika Koch mit Bundesverdienstorden ausgezeichnet

Hartha/Dresden.

Monika Koch aus Hartha bei Döbeln ist seit wenigen Tagen Trägerin des Bundesverdienstordens. Dieser wurde ihr verliehen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretzschmer (CDU), der in Vertretung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Ehrung in der Staatskanzlei in Dresden vornahm. Neben Monika Koch wurden weitere 14 Sachsen ausgezeichnet.

Gleichwohl hatte sich die Apothekerin einen Tag Bedenkzeit ausbedungen, als sie vom Sächsischen Apothekerverband gefragt wurde, ob sie die Auszeichnung annehme. "Ich habe aus DDR-Zeiten ein gestörtes Verhältnis zu dieser Art Ehrungen", erklärte die 67-Jährige. Da habe man etwa mit dem Karl-Marx-Orden nur so um sich geworfen. Sie habe dann doch zugestimmt. "Wobei mir zugleich bewusst geworden ist, dass ich nun endgültig in der Bundesrepublik angekommen bin."

Die hohe Auszeichnung wurde Monika Koch nicht von ungefähr zuteil. Setzte sie sich doch über ein Vierteljahrhundert für die Belange des Berufsstandes der Apotheker ein. Und neben ihrem Beruf engagierte sie sich im pharmazeutischen Bereich auf Landes- wie Bundesebene.

Monika Koch ist stolz darauf, am Pilotprojekt "Armin" aktiv mitgewirkt und ein hohes Maß an Arzneimittelsicherheit mit auf den Weg gebracht zu haben. "Ich war deshalb viel unterwegs, das wurde mitunter von der Kundschaft argwöhnisch betrachtet, weil man mich schon im Urlaub wähnte", schildert Koch.

Es sind bewegte Tage für sie. Übergab Monika Koch doch am 1. Juli ihre Apotheke an die Döbelnerin Kristin Rost. "Ein absoluter Glücksfall", so Koch. Leicht gefallen sei ihr das aber nicht nach 30 Jahren und teils schwierigen Phasen des Aufbaus. Indes löst sich die agile Unternehmerin nicht vollständig aus den Prozessen. "Dienste an Freitagnachmittagen oder Nachtdienste übernehme ich weiter gern."

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