Asglaform will 5 Millionen Euro in Freiberg-Ost investieren

Für die Asglawo-Tochter soll in dem Gewerbegebiet eine Produktionshalle gebaut werden. Die Firma stellt Leichtbauteile für die Autoindustrie her und will dafür neue Arbeitsplätze schaffen.

Hilbersdorf.

Im Gewerbegebiet Freiberg-Ost wird jetzt das letzte freie Teilstück zur Bebauung vorbereitet: Für rund 270.000 Euro schafft die Dorfchemnitzer Oehme GmbH auf dem Hang ein unteres und ein oberes Plateau von rund 1,2 und etwa 1,3 Hektar Fläche. Das hat der Zweckverband am Montagabend einstimmig beschlossen, dem die Stadt Freiberg und die Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf angehören.

Wie Verbandsvorsitzender Volker Haupt sagte, gebe es für den unteren Teil bereits einen Kaufinteressenten. Nach den Worten des CDU-Politikers, der auch Bürgermeister von Bobritzsch-Hilbersdorf ist, handelt es sich dabei um die Firma Asglaform composites, eine Tochterfirma der Asglawo.

Von dem Unternehmen wurde das bestätigt. "Wir wollen eine Produktionshalle mit etwa 2400 Quadratmetern Fläche errichten", erklärt Pia Buschbeck. Die Gesamtinvestition sei inklusive Maschinen und Ausrüstung mit 5 Millionen Euro veranschlagt, so die Verantwortliche für Finanzen und Controlling weiter. Der Baustart sei im Sommer diesen Jahres geplant, etwa ein Jahr später solle die Einweihung gefeiert werden: "Dabei entstehen auch neue Arbeitsplätze."

Die Asglawo technofibre GmbH hat nach Buschbecks Worten derzeit rund 70 Mitarbeiter, Geschäftsführer sowohl bei Asglawo als auch bei Asglaform ist Erich Herden. Asglawo ist nach eigener Darstellung ein international tätiger Produzent und Dienstleister auf dem Gebiet innovativer Isolations- und Verstärkungsstoffe. Die Produktpalette umfasse technische Textilien für akustische und thermische Isolationen sowie Verstärkungsstoffe für Hochtemperatur- und Leichtbauanwendungen.

Im Gewerbegebiet Freiberg-Ost wären damit laut Verbandschef Volker Haupt nur noch 13.000 Quadratmeter zu vergeben: "Das Areal war bisher wegen der Topografie schwer zu vermarkten. Durch die Geländeregulierung erhöhen sich die Chancen, einen Interessenten zu finden." Zudem würden eine Straße zu dem oberen Plateau gebaut sowie Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt.

Das 60 Hektar große Gewerbegebiet ist nach Verbandsangaben aktuell zu 90 Prozent vermarktet; 19 Firmen mit insgesamt 849 Mitarbeitern seien hier ansässig. Vor einem Jahr waren es noch 972 Beschäftigte - der Schwund ist auf die Insolvenz der Solarworld zurückzuführen. Ungeachtet dessen hat das Gewerbegebiet im vorigen Jahr 460.000 Euro Gewerbe- und 39.000 Euro Grundsteuer abgeworfen.

Zu dem Zweckverband gehört auch das Industriegebiet Muldenhütten. Das 31 Hektar große Gelände ist komplett vergeben; die insgesamt sieben Firmen auf dem Areal geben 387 Mitarbeitern Lohn und Brot. Laut Verbandschef Haupt lagen die Gewerbesteuereinnahmen aus Muldenhütten im vorigen Jahr bei 278.000 Euro. Die Grundsteuer summierte sich nach den Worten des Bobritzsch-Hilbersdorfer Bürgermeisters auf 30.000 Euro.

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