Auf der Suche nach Wärme- und Stromfressern

Die Stadt Brand-Erbisdorf wendet viel Energie auf, um genau jene zu sparen. Im Stadtrat gab es jetzt ein Fazit.

Brand-Erbisdorf.

In privaten Haushalten ist er an der Tagesordnung - der Blick auf den sparsamen Energieverbrauch. Auch die Stadtverwaltung Brand-Erbisdorf spürt innerhalb des seit 2015 laufenden Energiemanagements in kommunalen Gebäuden Reserven auf und will mit Energie besser haushalten. Am Dienstagabend gab es zur Sitzung des Stadtrates nun eine Bilanz zu dem Projekt.

Verwaltungsmitarbeiterin Angela Bernhardt - sie bildete sich zum kommunalen Energiemanager weiter - erläuterte, dass in zehn kommunalen Gebäuden der Energieverbrauch regelmäßig erfasst wird. Und zwar von der Feuerwehr über das Museum und Sporteinrichtungen bis zu den Schulen. Auch das Rat- und das Stadthaus gehören dazu. Den Messungen folgten Auswertungen. "Nun geht es darum, die Gebäudenutzer zu sensibilisieren", berichtete Angela Bernhardt. In der Oberschule bestehe kaum Handlungsbedarf. "In anderen Objekten sind Optimierungen das Ziel", sagte sie. Dafür werde jährlich ein Maßnahmeplan erstellt.

Als gutes Beispiel stellte Angela Bernhardt auch die Brand-Erbisdorfer Grundschule heraus. Dort sei aufgrund der Verbrauchsmessungen die Heizungsanlage optimiert worden. Ab Mitte Februar sei danach der Wärmeverbrauch an der Schule um reichlich 12 Prozent gesunken. Schwieriger gestalteten sich dagegen Einsparmöglichkeiten bei Heizkosten im Feuerwehrdepot Brand-Erbisdorf. Die Messungen dienten ebenfalls dazu, die Heizungsanlage zu optimieren und den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln, so die Energiemanagerin. Hintergrund sei hier ebenso die Beschaffung einer neuen Heizungsanlage mit entsprechender Kesselgröße. Dafür wiederum wolle die Stadt einen Fördermittelantrag stellen, um auf Basis einer Klima-Richtlinie über die SAB Bank Geld zu erhalten. Die Problematik dabei: 2016 betrug die Energieeinsparung im Depot 1221 Euro, 2017 hingegen 269 Euro. "Die sehr unterschiedlichen Einsatzzeiten bei der Feuerwehr sind dafür der Hauptgrund", erklärt Angela Bernhardt. Über eine spezielle Steuerung der Heizung soll es möglich werden, nur bestimmte Räume zu heizen. Als weiteres Ziel im Energie-Projekt stand das Umrüsten von Beleuchtung auf LED-Technik an. Davon sei vieles bereits verwirklicht. In drei Objekten wurden zudem nach Prüfung durch Fachformen die Wasserzähler gewechselt.

"Es geht nicht um investive Maßnahmen, sondern um Optimierungen", fasste Angela Bernhardt zusammen. Der jährliche Energiebericht für die erfassten Objekte ermögliche Transparenz und zeige technische Mängel in Heizsystemen und einen daraus resultierenden ungewöhnlichen Energieverbrauch.

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