Auf Kunst folgt Bergbau

Ein Förderpreis ersetzt einen anderen. Er soll kleinere Vereine würdigen, die sich im Erzgebirge engagieren.

Freiberg.

Der 1997 erstmals vergebene und seither jährlich ausgeschriebene Kunstförderpreis der Stadt Freiberg soll künftig durch den "Förderpreis Montanregion" ersetzt werden. Es sei immer schwieriger geworden, für den Kunstpreis Träger zu finden, stellte der Vorstand des Vereins "Silberstadt Freiberg" auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung fest. "Deshalb haben wir überlegt, dass es uns gut zu Gesicht stehen würde, kleinere Vereine oder Verbände, die für die und in der Montanregion Erzgebirge tätig sind, und an die sonst keiner denkt, zu unterstützen", erläuterte Axel Schneegans, der als Vereinsvorsitzender wiedergewählt wurde.

"Wir als Stadt Freiberg partizipieren an dem Welterbetitel sehr stark, und auf diese Art können wir ein wenig an die Region zurück geben", fügte Schneegans an. Wie schon beim Kunstförderpreis seien bei dessen Nachfolger Preisträger nicht nur aus Freiberg, sondern aus der gesamten Erzgebirgsregion gesucht. Im Kuratorium zur Vergabe, dem neben dem Verein unter anderem die VR-Bank Mittelsachsen und die Stadt Freiberg angehören, nimmt deshalb auch der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel einen Platz ein. Bei der Stadtratssitzung am heutigen Mittwoch soll der entsprechende Vorschlag vorgelegt und beschlossen werden, kündigte Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) an.

Der Verein "Silberstadt Freiberg" hatte kürzlich Bilanz für 2019 gezogen und zugleich nach vorn geblickt. Demnach wollen sich die Mitglieder des Vereins in erheblichem Maße sowohl inhaltlich als auch finanziell am neuen Marketingkonzept der Stadt beteiligen. Als Silberstadt mit einer Silberstadtkönigin trage man dieses jetzt konsequent nach außen. Vereinschef Schneegans stellte zudem zur Diskussion, ob die Silberstadtkönigin wie aktuell coronabedingt nicht generell nur alle zwei Jahre gewählt werden sollte. (wjo)

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