Aus dem Feuerwehrauto wird 2020 nichts

Bei Grundschule, Kindertagesstätte und Rathaus soll es in Sayda vorangehen. Mau sieht es im Straßenbau aus. Außerdem hat die Stadt jetzt ein Corona-Konto.

Sayda.

Sayda plant in diesem Jahr mit Investitionen in Höhe von rund 791.000 Euro. Das haben die Stadträte mit dem Haushaltsplan beschlossen. Die Umsetzung der Ideen werde aber stark vom Verlauf der Coronapandemie beeinflusst. "Wir wissen nicht, was durch die Krise noch an Kosten oder auch an Zahlungen auf uns zukommt", sagte Bürgermeister Volker Krönert (CDU) den Stadträten.

Für Überblick und Transparenz wurde extra ein Corona-Konto angelegt. Bisher sind dort die Elternbeiträge für die Kita verbucht, die die Eltern derzeit nicht tragen müssen. "Bislang gibt es in Sayda und den Ortsteilen keinen bestätigten Coronafall", sagte Krönert am gestrigen Dienstag. Sorgen mache er sich dennoch um die Bewohner und Mitarbeiter in den beiden Pflegeheimen.

Sanierungen: Um den Brandschutz in der Grundschule "Max Rennau" auf den aktuellen Stand zu bringen, sind 200.000 Euro eingeplant; 173.500 Euro sind vom Bund gefördert. Für die Sanierung der Waschräume in der Kita stehen rund 45.500 Euro im Plan; davon circa 30.000 Euro vom Freistaat gefördert. Auch das Rathaus soll noch immer saniert werden. Derzeit läuft die europaweite Ausschreibung nach einem Architekten. "Wir hoffen, dass wir bis Mitte des Jahres einen gefunden haben und sofort die Dachreparatur ausschreiben können. Denn dort regnet es rein", erklärt Wolf auf Nachfrage. Das Fördergeld in Höhe von 215.000 Euro stammt aus einem Konjunkturpaket und muss in diesem Jahr verwendet werden; andernfalls muss es zurückgeben werden.

Auf der Investitionsliste stehen zudem weitere 235.000 Euro aus dem Digitalpakt Schule, die für die Ausstattung von Grund- und Oberschule mit digitaler Technik gedacht sind.

Feuerwehr: Abschminken können sich die Saydaer wohl den neuen Mannschaftstransportwagen, der 2020 angeschafft werden sollte. Zwar stehen dafür 27.000 Euro Eigenmittel bereit, doch die Stadt geht davon aus, dass der Landkreis Mittelsachsen dieses Jahr die Fördermittel von 27.000 Euro nicht bewilligt. "Der Bedarf ist so hoch, dass nicht alle Förderanträge berücksichtigt werden. Ende des Jahres werden die Karten neu gemischt. Wir werden sehen, ob wir dann dabei sind", erläuterte Krönert in der Sitzung. Stadtrat Sandro Katzschner (WvHG) regte an, darüber nachzudenken, von dem eigenen Geld einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Die Stadtverwaltung hält das zumindest für eine Option, die es zu prüfen gilt, denn durch den Tüv kommt das jetzige Fahrzeug wohl nicht mehr. Unabhängig davon stehen 30.000 Euro im Plan für neue Bekleidung der Kameraden.

Straßenbau: Für die Sanierung von Straßen und Brücken stehen gerade mal 35.000 Euro im Plan. Damit sei nicht viel zu machen, weiß Wolf. Dabei müssten dringend zwei Straßen in Friedebach saniert werden, weiß Wolf. Auch die Sanierung der Brückenlager an der Brücke Kreuztannenstraße steht an oberster Stelle. Darüber entscheiden müsse der Stadtrat.

Kredittilgung: Neben den Investitionen will Sayda es 2020 schaffen, den laufenden Kassenkredit vollständig zu tilgen. Bis Ende 2019 sei er bereits auf 137.000 Euro minimiert worden, erklärte Wolf. Aufgrund von Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer schlugen Stand 1. April nur noch knapp 80.000 Euro zu Buche. "Dieser Haushaltsplan wurde vor Corona aufgestellt. Die Krise wird sich negativ auswirken. Uns liegen bereits die ersten Anträge auf Stundung der Gewerbesteuer vor", sagte Wolf. www.freiepresse.de/familienkompass

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