Bauern bangen weiter um ihre Zukunft

Dutzende Landwirte aus Mittelsachsen haben in der Bundeshauptstadt lautstark gegen die Agrarpolitik gewettert. Sie klagen: So könne es nicht weitergehen, sonst gehe das Höfesterben weiter.

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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    Juri
    29.11.2019

    Lieber "franzudo2013", so wie Sie denken und handeln viel zu viele Menschen der Branche Landwirtschaft. Da wird leider viel zu viel darüber nachgedacht wie es nicht geht.
    Ich wette, die Ideen, die "cn3boj00" hat, die haben Sie auch. Die sind nur zu anstrengend in ihrer Umsetzung. Veränderung ist ein komplizierter Prozess und der fängt ganz klein an. Übrigens bei jedem einzelnen, der ihn will.
    Sie können aber auch ein "Weiter so" betreiben und sich ständig verteidigen. Dann bleibt es allerdings auch nicht so wie es ist. Dann wird es noch schlimmer. Aber das macht ja nix. Schuld sind ja immer die anderen.
    Es gibt keinen vernünftigen Grund Hühnern eine A 4 -Seite und Schweinen gerade mal so viel Platz zu geben, dass sie sich noch hinlegen können. Es ist schlicht und ergreifend ein Verbrechen wenn unzählige Küken durch den Schretter gejagt und anderes Vieh tagelang von A nach B gekarrt wird. Es ist Schwachsinn Joghurt von Bayern nach Sachsen zu fahren und den von Sachsen nach Bayern. Wir brauchen auch keine Äpfel aus Portugal und Südfrüchte übers ganze Jahr. Auch das ist Landwirtschaft und ihr Handeln. Es geht nicht nur um Nitrat und Kohlendioxid. Wir, Ihre Mitbürger sind nicht alle auf der Wurstsuppe daher geschwommen, auch wenn wir uns kein Diplom als Landwirt über die Kammertür genagelt haben. Es geht um ein Beginnen. Um einen tiergerechten und menschenwürdigen Umgang mit der Kreatur. Es geht um unsere Schöpfung. Es geht um uns alle. Es geht um Vernunft und Würde. Es geht nicht ums Recht haben.

  • 4
    4
    franzudo2013
    28.11.2019

    Lieber cn3boj00, wenn Sie gute Ideen haben, dann her damit.
    Ist der Regionalbauernverband Mittweida eine Vereinigung von Großagrarieren, der nicht weiß, wie unkonventionelle Landwirtschaft geht ? Eher nicht.
    Der Alarmismus, der Extreme vorführt, kann kein Maßstab sein, wie die Demonstrationen zeigen.
    Für mein Gefühl ist das Kind längst in den Brunnen gefallen. Die Planwirtschaft der EU verhindert Umweltschutz. Wie sollen da Gesetze einer EU-hörigen Bundesregierung etwas in die richtige Richtung bewegen ?
    Das Thema Preise ist sicher sehr komplex. Das fängt bei den Baurechten für Handelskonzerne an (darüber entscheiden Kommunen) und hört bei einer wirklichen Benennung des Herkunftsortes lange nicht auf.
    Für die Bauern gibt es zu wenig Marktwirtschaft und für die Konzerne zuviel. Nennt man das Oligarchie ?

  • 6
    4
    cn3boj00
    28.11.2019

    Hallo franzudo, wieder mal voll daneben. Aber dass Ihnen die Umwelt am A... vorbei geht wissen wir ja inzwischen. Wer ihr Trinkwasser von all den Giftstoffen befreit ist ihnen egal. Wenn Schmetterlinge und Bienen aussterben auch. Die Zahl der Vögel hat sich in der EU in den letzten 30 Jahren halbiert. Ist Ihnen egal. Wer das will soll dafür bezahlen? Und wer das vernichtet wird dafür belohnt?
    Die konventionelle Landwirtschaft in ihrer heutigen Form ist nachweislich einer der größten Umweltzerstörer. Die Landwirte demonstrieren gegen Umweltschutz. Sie wollen ja was für den Tierschutz und Umweltschutz tun, sagt der Vorsitzende einer Genossenschaft, die als Großagrarier besonders für die Zerstörung verantwortlich sind. Was denn? Wo sind die Vorschläge der Bauern? Landwirtschaft gehört zu unserer Kultur. Warum aber stehen die Tiere in Massenställen, und auf den Feldern wird nur noch Viehfutter angebaut? Warum werden die Äcker nicht in Weideland verwandelt?
    Wie kann unsere Landwirtschaft wieder nachhaltig werden, und der Bauer trotzdem davon leben? Milch und Fleisch müssen wieder das kosten, was notwendig ist. Wenn die Milch im Supermarkt 1,20 und das Schnitzel 2 Euro kosten würde, ginge für niemanden die Welt unter. In anderen Ländern funktioniert das auch. Warum funktioniert das nicht in Deutschland? Wegen der Gesetze zum Umweltschutz? Oder wegen der Einstellung von so manchen Leuten hier? Lieber franzudo, der Sie alles wissen: warum?

  • 2
    6
    franzudo2013
    28.11.2019

    Die Bauern protestieren gegen Gesetze, die den Konzernen helfen und den kleinen Bauern zerstören.
    Diese Gesetze werden keinen Deut Verbesserung für die Umwelt erreichen.
    Sie sind einzig und allein ein Machtinstrument der EU und des Kapitals.
    Mit wem sollten sich die Bauern hinsetzen und diskutieren ? Mit der EU, die es seit Jahrzehnten nicht hinbekommt, die Landwirtschaft zu planen und zu steuern ?
    Die EU hat nur eines geschafft, den Markt auszuschalten und damit die Ungleichheiten auf der Welt zu verschärfen.
    Wenn die Politik/ die Gesellschaft Hecken, Feldraine und Landschaftspflege will, dann muss sie diese bezahlen, statt pauschal Flächen zu subventionieren.
    Die Bauern sind zu 100% im Recht. Keiner hört ihnen zu.

  • 5
    3
    Lexisdark
    28.11.2019

    Dass die Bauern nicht genug Geld bekommen für ihre Produkte ist nicht die Schuld der Politik oder wollen alle staatliche Mindestpreise? Die Proteste sollten vor den Zentralen der Handelsriesen stattfinden. Wenn die Milch nirgendwo günstiger als z. B. 80 Cent sein würde, könnte man davon leben. Außerdem sehe ich es nicht ein, dass (durch nachgewiesene Messungen in manchen Gebieten, welche die hohem Nitratwerte bestätigen) die Allgemeinheit sich an Kosten und neuen Technologien zur Aufbereitung des Trinkwassers alleine beteiligen soll und die Verursacher weitermachen können.

  • 6
    1
    Juri
    28.11.2019

    "Hier sitzt die EU-Kommission der Bundesregierung im Nacken".

    - Das ist nicht die EU-Kommission die im Nacken sitzt. Das ist die Angst der Menschen vor der Zerstörung unserer Erde. Diese Angst und diese Unsicherheit resultieren auch aus dem Umstand, dass wir alle nicht richtig informiert werden.

    Die Politik und verantwortungsbewusste Bürger sagen: "Wir müssen etwas verändern. Wir müssen unsere Erde schonen um sie zu erhalten". Die Bauern sagen: " Alles nicht so schlimm. Wir müssen auch überleben". Und wir, die Bevölkerung, wollen aus vollen Regalen, jederzeit alles kaufen.
    Ja wir müssen, wir wollen alle überleben und dazu helfen uns Demut und ein gesunder Menschenverstand.
    Zig tausende Traktoren in Berlin machen das Desaster nur noch größer. Ich verstehe unsere Bauern und nehme ihnen diese Aktionen gar nicht übel. Sie machen nichts anderes als alle anderen "Veränderer". Sie gehen raus auf die Straße und machen laut. Das scheint ja zu funktionieren. Zumindest kurzfristig.
    Aber hilfreicher ist hinsetzen, miteinander reden, auch konstruktiv streiten, Kompromisse finden und dabei in Bescheidenheit aller Beteiligten an die Zukunft denken. Das ist zugegeben anstrengender, aber hilfreicher und ehrlicher.
    Wenn Menschen einen guten, helfenden Weg verstanden haben, dann gehen sie ihn auch mit. Wenn der Weg aber heißt: "Ich hab recht und wir zuerst", dann endet er in Gerangel.
    Alles das wissen wir aus Erfahrung. Die Frage bleibt: Warum tun wir es nicht?