Baufirmen im Fokus der Zöllner

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Freiberg.

Das Hauptzollamt Erfurt, das auch für den Landkreis Mittelsachsen zuständig ist, hat im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres 1494 Arbeitgeber in der Region kontrolliert. Im Fokus der Fahnder: illegale Beschäftigung, Sozialbetrug und Verstöße gegen geltende Mindestlöhne. Allein Baufirmen bekamen 482 Mal Besuch von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne). Demnach hatten es die Zöllner häufig mit Tricksereien beim Lohn zu tun: In der ersten Jahreshälfte leiteten die Beamten in der gesamten Region 861 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein - etwa weil Mindestlöhne unterschritten, gar nicht oder zu spät gezahlt wurden. Hierbei wurden laut IG BAU Bußgelder in Höhe von rund einer Million Euro verhängt - davon 280.000 Euro gegen Bauunternehmen. (bk)

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