"Bergakademie ist eine kleine, aber feine Universität"

Beim traditionellen Empfang begrüßte der Freiberger OB neue ausländische Studierende der TU im Freiberger Rathaus.

Freiberg.

Ausländische Studenten schauten sich am Montagabend im Freiberger Rathaus um. Oberbürgermeister Sven Krüger hatte sie zu Beginn ihres Studiums an der TU Bergakademie empfangen. "Nutzen Sie es, uns kennenzulernen, wir wollen Sie auch kennenlernen. Freiberg soll für Sie eine schöne Heimat auf Zeit werden", gab der OB den jungen Leuten mit auf den Weg.

Im Wintersemester 2019/2020 studieren an der TU Bergakademie aktuell 3989 junge Leute. Insgesamt 1416 Studierende davon kommen aus dem Ausland. 96 Länder sind vertreten, am stärksten Indien und China, heißt es aus der Pressestelle der TU. Bereits in den ersten Oktobertagen nahmen knapp 100 Studenten aus China, Indien, Frankreich, der Türkei und Spanien an der traditionellen Kneipenrallye für die "Neulinge" teil. Hierbei lernten sie die Stadt kennen.

Zu den "Neuen" an der Bergakademie gehört auch Carine Kuimi aus Jaunde, der Hauptstadt von Kamerun. Die 27-Jährige absolviert gerade einen Deutschkurs an der TU und möchte danach Informatik studieren. "Mein Bruder Fabrice hat mich auf die Idee mit Freiberg gebracht. Ich bin seit Anfang Oktober hier und habe in den vier Wochen Freiberg als kleine, liebenswerte Stadt kennengelernt. Wie es mit meiner beruflichen Zukunft wird, überlege ich mir nach dem Masterabschluss", sagt sie.


Der 22-jährige Liu Linfei kommt aus Dezhou in China. "In Wuhan habe ich Geowissenschaften studiert und absolviere in Freiberg den Studiengang Master Geowissenschaften in englischer Sprache", berichtet er. Ihn interessiert in Deutschland die Kultur, er möchte die Sprache erleben, alle Aspekte des Lebens, den Lebensstil und das Essen kennenlernen. Mit der Wahl Freibergs ist er zufrieden. "Hier gibt es keine Hektik und die Stadt ist schön."


Yiran Zhao aus Peking studiert International Business mit einem Doppelabschluss an der Bergakademie und der China University of Geoscience. Die 23-Jährige möchte ihr Wissen erweitern und die deutsche Sprache erlernen. "Freiberg ist sehr sauber, gemütlich und friedlich. Nach meinem Abschluss gehe ich zurück nach Peking", sagt sie.


Der 24-jährige Nazim Boucena aus Algier hat sich für die Studienrichtung Sustainable Mining (Nachhaltiges Bergbau- und Sanierungsmanagement) entschieden. "Ich habe in Algier schon Geologie studiert und bin durch eine Internetrecherche auf Freiberg gestoßen", sagt er. Die Stadt sei niedlich mit vielen netten jungen und älteren Leuten. "Ich könnte mir gut vorstellen, hier zu leben und zu arbeiten", meint er.


Die 25-jährige Nuttawan Ketkao kommt aus Bangkok. "Ich habe ein Studium Advanced Material Analysis mit Masterabschluss gesucht, und die TU bietet dieses in Englisch an", sagt sie. In der kurzen Zeit habe sie schon viele nette, hilfsbereite und freundliche Menschen kennengelernt. Nach ihrem Studium würde sie gern in Deutschland arbeiten, vielleicht sogar in Freiberg.


"Ich studiere Computational Materials Science", sagt der 22-jährige Kaustubh Karnam Chyderabap aus Indien. Die Bergakademie sei eine kleine, aber feine Universität, meint er. Freiberg sei eine der schönsten Städte, die er bis jetzt gesehen habe, hier möchte er Traditionen und Kultur erleben. "Leider ist es momentan sehr kalt", sagt er lachend. Nach dem Studium würde er gern promovieren und in Deutschland arbeiten.

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