Bergstadt erhält schnelles Internet

Bis 2019 baut die Telekom Breitbandanschlüsse für etwa 5400 Haushalte in Brand-Erbisdorf. Zum aktuellen Stand gab es diese Woche Informationen.

Brand-Erbisdorf.

Das schnelle Internet in Brand-Erbisdorf kommt Stück für Stück, die Telekom baut noch bis ins nächste Jahr in der Kernstadt und den Stadtteilen. Immer mehr Haushalte bekommen dann die Möglichkeit, einen Breitbandanschluss mit 50 bis 100 Megabit pro Sekunde im Download zu nutzen. Diese Nachricht überbrachte Hendrik König von der Telekom diese Woche im Brander Stadtrat.

Weil zum Teil Unklarheit herrschte über die aktuelle Situation, hatte der Stadtrat um einen Bericht der Telekom gebeten. "Wir bauen im sogenannten Vectoring-Verfahren aus", stellte Hendrik König an den Beginn seiner Erläuterungen. Konkret bedeutet das: Bis in die als Kabelverzweiger fungierenden grauen Verteilerkästen, die sich im Stadtgebiet befinden, werde Glasfaserkabel angebunden. Von den Kästen aus ziehe sich Kupferkabel in die Häuser, die einen Breitbandanschluss erhalten.

"In den Verteilerkästen wird aktive Elektronik eingebaut", sagte König. Insgesamt müssten 170 Verteilerpunkte umgebaut werden, ein solcher Verteiler sei für 50 bis 100Haushalte die Grundlage des schnellen Internets. Für den Ausbau seien im Stadtgebiet Tiefbauarbeiten auf einer Länge von rund 18 Kilometern nötig, drei Firmen arbeiteten im Auftrag der Telekom in Brand-Erbisdorf. "Es ist Ziel, 2018/19 etwa 98 Prozent der Haushalte in Brand-Erbisdorf und den Ortsteilen mit Bandbreiten zwischen 50 und 100 Megabit pro Sekunde aufzurüsten", erklärte Hendrik König. In Summe seien das rund 5400 Haushalte. Seit 2017 baue die Telekom in Brand-Erbisdorf.

Inzwischen gibt es laut König in Brand-Erbisdorf und den Stadtteilen bereits zahlreiche Haushalte, die das schnelle Internet nutzen können. Das sind etwa 660 mit einer Versorgung bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Die Verteilerpunkte für diese Häuser befinden sich unter anderem Am Kaltofenring, am Glück-auf-Ring, in der Straße des Friedens sowie am Anton-Günther-Steig. Weitere etwa 900 Haushalte, die nach dem Ausbau Bandbreiten mit bis zu 100 Megabit je Sekunde zur Verfügung haben, finden sich in den Bereichen der Kabelverzweiger in der Fabrikstraße 14, im Ring der Einheit 72, in der Dillinger Straße 96, in der Großhartmannsdorfer Straße 7, in der Oberen Dorfstraße 10 sowie in der Unteren Dorfstraße 14 und 26.

Etwa 2200 Haushalte im Bereich der technischen Verteiler Am Goldbachtal, in der Albertstraße, An der Zugspitze, in der Bahnhofstraße, in der Freiberger Straße sowie in Langenau und Himmelsfürst sollen laut Telekom etwa zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 einen Breitbandanschluss erhalten. Dort laufen laut Telekom derzeit die Umrüstungsarbeiten. Die Inbetriebnahme für weitere etwa 900 Haushalte sei bis April nächsten Jahres vorgesehen, dann im Bereich von fünf Verteilern in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße, der Freiberger Straße und am Markt.

Den Abschluss der Arbeiten kündigte Hendrik König im nächsten Jahr an. Etwa vier bis fünf Monate nach Abschluss der jetzt laufenden Arbeiten und der Freigabe der Umleitungsstrecke am Knotenpunkt Bundesstraße 101/Langenauer Straße würden weitere 1350 Haushalte in St. Michaelis, der Brand-Erbisdorfer Ottengasse, Talstraße, Wiesenstraße und Großhartmannsdorfer Straße sowie in Linda einen schnellen Internetzugang erhalten.

Für jene "weißen Flecken" im Stadtgebiet, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht im derzeitigen Ausbaugebiet der Telekom liegen, werde an einer Lösung gearbeitet. So beantwortete Oberbürgermeister Martin Antonow (parteilos) eine Frage aus dem Stadtrat. In etwa drei Wochen werde mehr dazu bekannt.

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