Bergstadt steckt Millionen in Bauprojekte

Geld für Schulen, Feuerwehr und Fußwegbau - in Brand-Erbisdorf gibt es 2020 zahlreiche Vorhaben, verbunden mit viel Geld.

Brand-Erbisdorf.

Wenn es nach Plan läuft, soll der Anbau an die Grundschule ab dem Schuljahr 2021/2022 voll nutzbar sein: In diesem und im nächsten Jahr will die Bergstadt Brand-Erbisdorf ihre Grundschule erweitern. Die steigende Anzahl von Schülern macht das nötig. Insgesamt unterstützen Bund und Land den knapp 3 Millionen Euro teuren Bau mit 1,52 Millionen Euro Fördergeld. "Die Baugenehmigung liegt vor, derzeit läuft die Vorbereitung für Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen", erläutert Brand-Erbisdorfs Oberbürgermeister Martin Antonow (parteilos) das für die Stadt umfangreichste Projekt dieses und nächstes Jahr. Hier soll auch gebaut werden: Angedacht sei ebenso der weitere Ausbau des Erbisdorfer Wassers entlang der Talstraße in St. Michaelis. "Die genaue Bauzeit ist leider noch nicht bekannt, unsere Planung ist bis Ende 2021", so Antonow. Die Stadt ist dabei jedoch vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr abhängig, da die Talstraße in Verantwortung des Amtes liegt. Der Bau des 930 Meter langen Abschnitts wird seit Jahren immer wieder verschoben. Auch ein Planfeststellungsverfahren gab es. Die Stadt will sich mit dem Neubau von Fußweg und Beleuchtung einbringen. Reichlich 2 Millionen Euro sind laut OB an Kosten vorgesehen. Bis Juli ist zudem geplant, die Gestaltung des Campus an der Oberschule abzuschließen. Dafür sind demnach 520.000 Euro angedacht. Bis Ende 2022, so der OB, soll der Breitbandausbau gestemmt sein, Kosten: 285.000 Euro. Und auch die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in St. Michaelis im Umfang von 230.000 Euro werde bis Herbst 2020 geschafft sein. Der Eingangsbereich der Oberschule werde zudem fertig gebaut - Kosten 200.000 Euro - und der lange diskutierte Umbau der Schulspeisung in der Oberschule dieses Jahr realisiert. "Die Baukosten sind hier noch zu ermitteln", sagt Antonow. Das ist 2020 aufzuholen: "Bewusst haben wir uns die weiterführende Diskussion nebst Beschlussfassung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) aus der alten Legislaturperiode aufgehoben, um mit dem seit Herbst neu agierenden Stadtrat Programmatisches und Künftiges voranzubringen", so der OB. Es gehe um Städtebau, Wohnen, Verkehr und technische Infrastruktur, Wirtschaft/Handel/Tourismus, Umwelt und Klimaschutz sowie Kultur und Sport/Bildung und Erziehung/Soziales. Eine öffentliche Bürgerumfrage im Herbst 2019 war dazu symbolischer Neustart. In diesem Sommer soll es geschafft sein. Die größte Herausforderung ist laut OB die Digitalisierung, die weder um das Miteinander, die Infrastruktur, die Wirtschaft und den Service im Ort noch um die hiesige Verwaltung einen Bogen machen werde. "Wir müssen uns der Kommunikation dazu stellen", sagt Antonow. Klare Maßgaben und mutige Entscheidungen bis hin zu mancher Reglementierung wären laut OB hilfreich und auch für die interkommunale Arbeit effektiv, benennt er seine Wünsche für die Arbeit gegenüber dem Landratsamt und dem Freistaat. Ob Umsatzsteuer, E-Government oder immer noch die Doppik - etliche Kommunalthemen seien weitgefächert und deren Lösung in der Fläche von unterschiedlichen Ansätzen geprägt. "Und weil es kompliziert ist, so heißt es oftmals eben kommunale Selbstverwaltung", erklärt der OB. Die Offensive des Freistaates zur Stärkung des ländlichen Raumes und die damit verbundenen jeweils 70.000 Euro Pauschale für die Jahre 2018/19/20 erhielt auch Brand-Erbisdorf. Bereits im September 2018 beschloss der Stadtrat, dass dieses Geld zur Finanzierung des Anbaus für die Grundschule eingesetzt werde. Fehlendes Personal sieht OB Antonow als Ursache für manches Problem - ob in Wirtschaftsunternehmen oder in der Verwaltung. "Hierbei erfolgsorientierte Führungskraft, fairer Moderator und Entscheider mit Herz zu bleiben, ist mein Anspruch", erklärt er.

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