Berufsschüler loten Potenzial der Innenstadt aus

Gewerbeverein und Citymanagement arbeiten bei Befragung zur Situation im Handel zusammen

Freiberg.

Angehende Einzelhändler und Verkäufer aus dem Freiberger Berufsschulzentrum "Julius Weisbach" werden nächste Woche ausschwärmen, um die Lage bei den Händlern und Gewerbetreibenden in der Freiberger Altstadt zu erkunden. "Geplant ist, zunächst ein Anschreiben zu verteilen. Darin wird eine Fragebogenaktion angekündigt, die in der Woche darauf startet", erläutert Anke Krause vom Gewerbeverein Freiberg. Die Vereinsvorsitzende und Citymanager Florian Hegewald haben gestern Vormittag die Einzelheiten des Projekts mit etwa 35 Berufsschülern in der Bildungseinrichtung am Schachtweg besprochen.

2006 sei in der Stadt eine ähnliche Befragung gelaufen, erinnert sich Krause: "Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Situation entwickelt hat." Vor reichlich zehn Jahren waren beispielsweise 30 leerstehende Läden erfasst worden. Eine Tabelle listet zudem 189 Geschäfte mit Angebot, Öffnungszeiten, Inhaber und weiteren Daten auf. Diesmal sollen die jungen Leute auch ein Urteil darüber abgeben, wie sie das jeweilige Geschäft empfunden haben. "Die jungen Leute sind schließlich die Kunden von morgen" weiß die Vereinschefin.

Die Aktion werde sich insgesamt über einen Zeitraum von fünf bis sechs Wochen erstrecken, so Krause weiter: "Es gibt immer noch ein paar Rückfragen zu klären." Sie rechne auch wieder mit einer sehr guten Resonanz seitens der Handel- und Gewerbetreibenden in der Innenstadt: "Bei der Umfrage 2006 waren wir mit der Beteiligung sehr zufrieden."

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) habe bereits die Absicht bekundet, die Schüler zu einer Präsentation im Einzelhandelsarbeitskreis einzuladen: "Möglicherweise wird das Projekt auch auf andere Städte übertragen." Sie selbst wolle die Ergebnisse der Umfrage auf einer Händlerversammlung gegen Ende des Jahres vorstellen, sagte die Vereinschefin weiter. (jan)

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