Beschlossen: Dienstleister unterstützt den Bauhof

Kritiker warnen vor Kostenabhängigkeit und Privatisierung

Großhartmannsdorf.

In puncto Bauhof ist in Großhartmannsdorf eine Entscheidung gefallen: Sieben von zwölf Ratsmitgliedern stimmten für die Vergabe von Bauhofleistungen an ein Privatunternehmen, fünf sprachen sich dagegen aus.

Damit kümmert sich ab sofort die Firma Dienstleistungsgesellschaft Radßuweit aus Brand-Erbisdorf um sämtliche Aufgaben, die bislang der Bauhof erledigt hat, stellt Bürgermeister Werner Schubert (CDU) auf Nachfrage klar. Nur die bereits an Privatunternehmen vergebenen Leistungen wie beispielsweise der Winterdienst bleiben davon unberührt. Laut Werkvertragsentwurf sind die Leistungen auf rund 1000 Arbeitsstunden in sechs Monaten festgelegt; die Kosten belaufen sich dafür auf 25.794 Euro. Sieben Unternehmen hatte Schubert angeschrieben und den Räten die Beauftragung der Brand-Erbisdorfer Firma vorgeschlagen.

Die Vertreter der Freien Wählervereinigung (FW) sowie der Linken lehnten die Vergabe ab, unter anderem weil noch kein Erlass des Haushaltes für 2018 vorliege und weil es insgesamt 136 Euro günstiger sei, einen Bauhofmitarbeiter für sechs Monate zu bezahlen. Gemeinderat Philipp Preißler (FW) warnt zudem vor einer schleichenden Privatisierung und Kostenabhängigkeit.

Die Verwaltung verspricht sich von der Testphase, den Bauhof künftig effektiver zu machen. Nach sechs Monaten wolle man prüfen, so Schubert, ob sich die Fremdvergabe bewährt hat oder ob ein eigener Bauhofmitarbeiter vorzuziehen ist.

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