Beton stärkt Damm gegen Hochwasser

Für rund 1,7 Millionen Euro soll der Hüttenteich in Berthelsdorf besser vor Überflutung geschützt werden. Die Bauarbeiten waren im Mai begonnen worden. Bislang gebe es keine Probleme, heißt es von der Baustelle.

Derzeit wird das Betonieren der Bodenplatte für die neue Überlaufrinne des Hüttenteiches in Berthelsdorf vorbereitet.

Für Sie berichtet: Steffen Jankowski

Die Bauarbeiten am Hüttenteich in Berthelsdorf liegen im Zeitplan. Das hat Britta Andreas von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen auf Nachfrage von "Freie Presse" mitgeteilt. Wie die Sachbearbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit weiter informierte, seien inzwischen die Baugrube ausgehoben und der Trägerbohlenverbau, mit dem die Böschung gesichert wird, in einem Abschnitt eingebaut. "Die erste Bodenplatte ist Ende Juli betoniert worden", erklärt Andreas. Derzeit liefen die Bewehrungsarbeiten für die nächsten Betonagen. Vorgesehen sei, weitere Bodenplatten und Wände Mitte August zu gießen.

Anfang Mai hatten die Bauarbeiten begonnen. Wie Katrin Schöne von der Landestalsperrenverwaltung damals mitteilte, soll die Hochwassersicherheit der Stauanlage erhöht werden. Dafür sei sie zuvor entleert und abgefischt worden, so die Pressesprecherin. Die Arbeiten sollen im Sommer 2019 abgeschlossen sein und rund 1,7 Millionen Euro kosten. "Der Hüttenteich hat eine denkmalgeschützte Hochwasserentlastungsanlage, die nach heutigen Regeln der Technik zu gering dimensioniert ist", erläutert Schöne.

Die Stauanlage erhalte deshalb eine zusätzliche Überlaufschwelle mit einer Sammel- und Schussrinne. Damit werde bei extremen Hochwasser verhindert, dass der Stauspiegel zu weit ansteigt und die Standsicherheit des Dammes gefährdet.

Der Hüttenteich gehört zur Revierwasserlaufanstalt Freiberg. Er wurde 1555 angelegt und zwischen 1558 und 1560 erweitert. Nach einem Dammbruch im Mai 1822 wurde er in zwei Jahren wieder aufgebaut. Zusammen mit der historischen Revierwasserlaufanstalt Freiberg steht auch der Hüttenteich unter Denkmalschutz und ist Teil des Weltkulturerbeantrages für die Montanregion Erzgebirge. Der Damm ist 443 Meter lang und über dem Gelände 6,70 Meter hoch. Der Stauinhalt beträgt rund 300.000 Kubikmeter. Der Teich versorgt die Freiberger Industrie mit Brauchwasser; diese Aufgabe übernehmen in der Bauzeit andere Teiche.

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