Bettensteuer fließt zurück in den Tourismus

Mehreinnahmen sollen unter anderem in Kulturpalast fließen

Dresden.

Dresden ist wieder mehr Menschen eine Reise wert. Das merkt die Stadt an der Bettensteuer. Letztes Jahr kamen 9,5 Millionen Euro zusammen. Ursprünglich war mit etwa 6,5 Millionen Euro gerechnet worden. Bisher wurde das Geld nicht dafür verwendet, um den Tourismusstandort zu stärken. Das soll sich ändern. Die Stadt schlägt unter anderem vor, einen Teil der Mehreinnahmen in ein Strategiekonzept zu stecken, mit dem mehr Tagungen, Kongresse und Messen in die Landeshauptstadt gebracht werden sollen. 400.000 Euro sind dafür vorgesehen. Schon jetzt gehöre Dresden zu den zehn wichtigsten Kongressstandorten Deutschlands. In Europa schaffe es die Stadt auf Platz 54. Das klingt gut, mache sich bisher aber zu wenig bei den Hotelübernachtungen bemerkbar. Der Anteil der Geschäftsreisenden liege derzeit nur bei etwa 40 Prozent, heißt es aus der Stadtverwaltung. Dabei geben diese mit durchschnittlich 300 Euro pro Tag mehr Geld in Dresden aus als Urlauber. Diese lassen rund 100 Euro pro Tag in der Stadt, für Hotelübernachtungen sowie Museums- und Restaurantbesuche, rechnet das Rathaus vor.

Jeweils 100.000 Euro sollen das Hygienemuseum und das Verkehrsmuseum bekommen. Das Hygienemuseum braucht das Geld für Bauarbeiten. Konkret geht es um die Sanierung der Attika und die Erweiterung der Klimaanlage. Das Verkehrsmuseum soll so viel Geld erhalten, dass die Löhne der Mitarbeiter erhöht werden können. Zuletzt sei dies 2005 geschehen, so die Stadt. Geld bekommt auch der Kulturpalast. Mit den 90.000 Euro soll er sich zum Beispiel eine Anlage, mit der die Musik im Konzertsaal elektronisch verstärkt werden kann, kaufen. Ein Teil des Geldes wird für die Vorbereitungen zum 50. Geburtstag des Kultis genutzt. Der Löwenanteil, eine halbe Million Euro, wird in die Bewerbung Dresdens als europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2025 investiert. So sind etwa Werbekampagnen geplant. Außerdem soll der Tanzkongress 2019 Dresden auf sich aufmerksam machen. (SZ/sr)

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