Bibliothek: Leser sollen tiefer in die Tasche greifen

Stadtrat entscheidet am Donnerstag über eine Anhebung der Gebühren

Freiberg.

Nutzer der Stadt- und Kreisbibliothek Freiberg müssen sich auf höhere Gebühren einstellen. In der Einrichtung, die seit September 2015 im Kornhaus ansässig ist und nach Angaben der Stadtverwaltung rund 5000 Nutzer hat, sollen ab nächstem Jahr höhere Preise gelten. Das sieht ein Vorschlag der Stadtverwaltung vor, über den die Freiberger Stadträte am Donnerstag befinden sollen.

Konkret ist geplant, die Jahresgebühr für Personen ab 16 Jahren von derzeit 15 Euro auf 25 Euro anzuheben. Schüler, Auszubildende, Studenten sowie Inhaber von Familien- oder Sozialpässen würden demnach künftig 10 Euro statt 8 Euro pro Jahr bezahlen. Auch die Familien-/Partnerkarte für bis zu vier Personen soll sich von 20 Euro auf 35 Euro im Jahr verteuern. Neu vorgesehen ist eine Jahresgebühr von 50 Euro für juristische Personen; bislang gab es keine Regelung für Firmen und ähnliche Organisationen.

Zur Begründung heißt es, der Stadtrat habe mit der Inbetriebnahme der neuen Bibliothek vor reichlich vier Jahren auch eine neue Benutzer- und Gebührenordnung beschlossen. Zugleich sei festgelegt worden, die dabei verwendete Kostenprognose später mit den tatsächlichen Ausgaben zu vergleichen und die Nutzungsentgelte entsprechend anzupassen. Anhand der Betriebsergebnisse 2016 bis 2018 seien die Gebühren neu kalkuliert worden.

Nach eigenen Angaben hatte die Stadt Freiberg ihre Stadtbibliothek im vergangenen Jahr mit rund 400.000 Euro unterstützt. Wie Stadtsprecherin Katharina Wegelt informiert hatte, lag das Gesamtbudget der Bücherei 2018 bei 626.000 Euro. Pro Tag würden etwa 300 Besucher in der Einrichtung im Kornhaus begrüßt, so deren Leiterin Karla Grießbach. Neben der traditionellen Ausleihe gebe es in der Bibliothek auch E-Books online, Bilderbuchstunden, Lesungen und Krimitage. (mit katk)

Fragestunde für Einwohner: Als zweiter Punkt auf der Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung, die am 7. November 2019 um 16 Uhr im Rathaus am Obermarkt beginnt, ist eine Einwohnerfragestunde anberaumt worden. Verwaltung und der Vorsitzende des Stadtrates stünden interessierten Freibergern Rede und Antwort, heißt es dazu. Zu den weiteren Themen auf der Agenda gehören der Wirtschaftsplan der Freiberger Abwasserbeseitigung 2020 und der Ausbau der Tschaikowskistraße.

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