Blutroter Schnee aus Freiberg

Wenn Nancy Omreg schreibt, dann existiert die Wirklichkeit um sie herum nicht mehr und die Nacht wird zum Tag. Jetzt hat die Freibergerin ihr erstes Buch "Tara. Blutroter Schnee" veröffentlicht. Ein neues Werk könnte möglicherweise auf dem Freiberger Christmarkt spielen.

Freiberg.

Bereits als kleines Mädchen hatte Nancy Omreg eine blühende Fantasie. Lieber las sie ein Buch, anstatt sich im Fernsehen einen Trickfilm anzuschauen. So war es nicht verwunderlich, dass sie bereits im Alter von zehn Jahren ihre erste Kurzgeschichte - eine Liebesgeschichte mit dem Titel "Eine starke Liebe" - verfasste.

Nun hat die 31-Jährige ihren ersten Roman "Tara. Blutroter Schnee" im Selbstverlag veröffentlicht. Auf 744 Seiten schildert sie die Geschichte um die in Potsdam lebende Studentin Tara, die sich nach einer Trennung in einen mysteriösen jungen Mann namens Tristan verliebt. Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass es sich bei Tristan um einen Vampir handelt. Ihre Liebe könnte sie daher ihr Leben kosten. Doch entgegen aller Warnungen lässt Tara sich auf die Beziehung zu Tristan ein, und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Die Idee zu dem Roman hatte die junge Mutter, wie sie sagt, während eines Studentenjobs. In einer ruhigen Minute während der Arbeit bei einer Verkehrszählung war die Idee zum Buch geboren und das erste Kapitel schnell geschrieben. Den Gedanken, einen Vampirroman zu schreiben hatte sie als Fan von P. N. Elrod und Stephenie Meyers - den Autoren zweier erfolgreicher Vampirromane -schon öfter.

Beim Vorbereiten des Frühstücks könne es passieren, sagt Nancy Omreg, dass sie plötzlich alles stehen und liegen lasse, weil sie eine zündende Idee für einen Kriminalroman habe und diese erst einmal aufgeschrieben und weitergesponnen werden müsse. Wenn sie schreibe, dann tue sie das am liebsten am Abend - mit dem Laptop auf den Knien und den Kopfhörern auf den Ohren - auf der Couch. Die Kinder im Bett und der Mann beschäftigt, dann könne sie alles um sich herum vergessen und in ihre selbstgeschaffenen Handlungen abtauchen.

Der Weg bis zur Buchveröffentlichung ist lang. Doch wie läuft er ab? Bevor sie mit dem Schreiben beginne, so Nancy Omreg, habe sie einen roten Faden vor Augen. Zu dem groben Verlauf der Geschichte gehörten auch eine Vorstellung des Endes, die Umgebung sowie die Grundzüge der Charaktere. Das Schreiben eines Buches sei wie ein Puzzle. Erst durch das chronologische Aufschreiben der Kapitel füge sich alles zum Ganzen: "Die Szenen entwickeln sich mit den Figuren und umgekehrt. Anders wäre es für mich nicht authentisch."

Für die unter einem Anagramm - also unter einem Namen, der sich aus den Buchstaben ihres richtigen Namens zusammensetzt - schreibende Autorin stand schnell fest, dass sie im Selbstverlag veröffentlichen würde. Ausschlaggebend dafür seien die Möglichkeit der freien Gestaltung von Titel und Buchcover sowie die Tatsache gewesen, dass kein Lektor die Szenen und Handlungsstränge beeinflussen könne.

Das Korrekturlesen übernahm die Mutter von Nancy Omreg. Sie stand ihr auch zur Seite und ermutigte sie, mit ihrem Werk an die Öffentlichkeit zu gehen. Ein Publikation im Selbstverlag bedeute auch, sich selbst um die Öffentlichkeitsarbeit zu kümmer, weiß Nancy Omreg. "Ich nutze Social Media Plattformen wie Instagram und Facebook. Zudem betreibe ich eine Homepage und einen Merchandising Shop."

Nancy Omreg denkt bereits an weitere Werke. So sind der zweite Teil der "Tara und Tristan"-Reihe, der im kommenden Jahr erscheinen soll, ein humoristischer Kriminalroman und eine Kinderbuchreihe in Planung. Außerdem schließt sie nicht aus, ein Buch zu schreiben, das in Freiberg spielt. Denn: "Der Freiberger Weihnachtsmarkt wäre ein perfekter Handlungsort", so die Aussage der Potsdam liebenden Frau. "Mehr verrate ich dazu aber noch nicht", sagt sie weiter.

"Tara. Blutroter Schnee" von Nancy Omreg ist für 20,99 Euro sowohl als E-Book als auch als Taschenbuch erhältlich.

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