Brand-Erbisdorfer kaufen Lebensmittel im Ort

Dennoch: Weniger als die Hälfte der Kaufkraft bleibt in der Stadt - Fortgeschriebenes Konzept jetzt beschlossen

Brand-Erbisdorf.

Zwei Märkte werden die Einzelhandelslandschaft in Brand-Erbisdorf verändern: So plant Aldi, seinen jetzigen Standort an der Großhartmannsdorfer Straße auf das Gelände der ehemaligen Gaststätte "Silver Inn" zu verlagern. Außerdem will sich offenbar ein Drogeriemarkt ebenfalls an der Großhartmannsdorfer Straße ansiedeln. Damit ist das Einzelhandelskonzept der Bergstadt von 2015 nicht auf dem neusten Stand und musste überarbeitet werden. Diesem hat der Brander Stadtrat jüngst mehrheitlich zugestimmt.

Laut dem Konzept, dessen Grundzüge Dr. Eddy Donat von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung erläuterte, bindet der Einzelhandel in Brand-Erbisdorf weit weniger als die Hälfte der vorhandenen Kaufkraft. Demnach kauft der größere Teil der Einwohner also anderswo, beispielsweise in Freiberg, ein. Allerdings, so zeigt die Analyse ebenfalls, nutzen die Brand-Erbisdorfer zum Einkauf von Nahrungs- und Genussmitteln sowie Möbel vorwiegend Geschäfte vor Ort.

Stadtrat Steffen Bartzsch (Freie Wähler) gab zu bedenken, dass der Fokus im Konzept sehr auf den Stadtkern gelegt sei. "Beide große Wohngebiete in der Stadt sind vom Handel abgekoppelt. Die Ortsteile sind großteils schon ohne Handel", sagte er. Mit dem Konzept werde das "Abschneiden von der Nahversorgung" festgelegt. (ar)

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