Brand in Garagenkomplex: 45 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Rauchwolke über Eppendorf war am Samstag weithin sichtbar. Der Einsatz war gefährlich, weil in den Garagen Kraftstoffe lagerten. Indes ignorierten Kraft-fahrer die Absperrungen der Rettungskräfte.

Eppendorf.

In Eppendorf ist am Samstag auf einem Grundstück an der Borstendorfer Straße ein Nebengebäude komplett ausgebrannt. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Außerdem gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Wohnhäuser zu verhindern. Die Polizei schätzt den Sachschaden zunächst auf eine Höhe von 70.000 Euro. Die Brandursache werde noch ermittelt. Das geht aus dem Polizeibericht hervor.

Gegen 11.45 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Eppendorf alarmiert. "Beim Eintreffen der Kräfte wurde jedoch das Ausmaß des Brandes schnell klar. Deshalb wurden umgehend die Ortsfeuerwehren Großwaltersdorf und Kleinhartmannsdorf nachalarmiert", schilderte Gemeindewehrleiter Marko Schiebold. Eine starke Rauchwolke war weit über Eppendorf hinaus zu sehen. "Wir waren insgesamt mit 45 Kameradinnen und Kameraden mit zehn Fahrzeugen vor Ort, um den Brand in dem größeren Garagenkomplex auf einem Privatgrundstück zu bekämpfen. Dabei wirkte sich positiv aus, dass am Wochenende sehr viele Kameradinnen und Kameraden zu Hause und somit einsatzbereit waren", rechnete er vor.

14 Einsatzkräfte legten im Zuge der Löscharbeiten auch die Atemschutzausrüstungen an, um in das Innere des Bauwerks zu gelangen. Das sei nicht ganz ungefährlich gewesen, weil in dem Nebengelass auch verschiedene Betriebsstoffe für Kraftfahrzeuge gelagert wurden. "Um sämtliche Glutnester löschen zu können, mussten wir im Laufe der Arbeiten auch die beiden Giebel des Gebäudes abreißen. Dabei kam ein Bagger einer ortsansässigen Firma zum Einsatz. Schließlich hatten wir vor Ort bis 19 Uhr zu tun", sagte der Eppendorfer Ortswehrleiter Sven Uhlig. Das Löschwasser wurde vor allem aus dem Trinkwassernetz entnommen. Zudem konnte das Wasser mittels einer leistungsstarken Pumpe aus einem Privatteich gezogen werden, der sich in unmittelbarer Nähe zur Brandstelle befindet. "Wir hatten großes Glück, dass er in der aktuellen Jahreszeit gut gefüllt war. Im Sommer wäre es sicherlich zu Problemen gekommen", so Schiebold. "Am Sonntag sind wir noch einmal an die Brandstelle gefahren, um zu kontrollieren. Dabei konnten wir keine Gefahrenherde mehr feststellen", berichtete Uhlig.

Am heutigen Montag nehmen die Brandursachenermittler die Arbeit wieder auf. Eppendorfs Bürgermeister Axel Röthling (SPD), der ebenfalls am Unglücksort war, lobte die Arbeit der Wehren: "Die Feuerwehr war auch in diesem Fall schnell vor Ort, leistete eine hervorragende Arbeit und hat gezeigt, wie gut sie organisiert ist. Dadurch konnte trotz aller Tragik Schlimmeres verhindert werden." Allerdings zeigten sich einige Kraftfahrer völlig unvernünftig, in dem sie die Absperrungen der Rettungskräfte ignorierten. Die Feuerwehr hatte auf Höhe des Hotels "Freiberger Höhe" sowie am Ortseingang aus Richtung Borstendorf die Fahrbahn mittels Leitkegel und Warnlampen abgesperrt. Diese wurden aber von vielen Autofahrern umkurvt. Vor den Einsatzfahrzeugen kamen sie nicht weiter und mussten auf einem engen Areal wenden.

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