Brand und Explosion in Reichenbach: Zwei Verletzte

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war bis zum späten Freitagabend an einem Wohnhaus in dem Großschirmaer Ortsteil im Einsatz. Die Ursache des Unglücks nahe der A 4 und des Zellwaldes ist noch unklar.

Großschirma/Reichenbach.

Stundenlanger Kampf gegen Flammen nahe der A 4: 70 Feuerwehrleute haben am Freitagabend ein Überspringen des Feuers auf ein Wohnhaus in Reichenbach verhindert. Bei dem Brand eines angrenzenden Schuppens wurden die Bewohner - ein Mann und eine Frau - verletzt. Beide mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Mann konnte aber bereits am Abend die Klinik verlassen, die verletzte Frau blieb noch in stationärer Behandlung.

Laut Polizei erfolgte die Alarmierung am Freitag gegen 16.35 Uhr. Als erstes trafen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach am Ort des Geschehens ein. Kurz danach gab es dort noch eine Explosion. "Dabei handelte es sich um Verpuffungen", sagte Steffen Krumbiegel, Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Großschirma, auf Anfrage von "Freie Presse". Im Schuppen, wo der Brand ausbrach, befand sich die Heizungsanlage.

Ein Großaufgebot von Rettungskräften war unter der Leitung des Feuerwehr-Verbandsführers Thomas Pfeiffer im Einsatz. Sieben Feuerwehren mit zehn Fahrzeugen kämpften gegen die Flammen. Zudem waren zwei Rettungswagen und die Polizei vor Ort. Weitere technische Unterstützung war nötig: Aus Freiberg traf im Laufe des Abends noch ein zusätzlicher Gerätewagen mit einem Atemschutzgeräte-Nachschub ein.

Die Einsatzkräfte suchten im Schuppen nach Glutnestern und rissen Wände auf, um an die Glutnester heranzukommen. Am späten Freitagabend konnte der Brand des Schuppens schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Nachlöscharbeiten erfolgten aber noch. Nachts gab es eine Brandwache mit neun Feuerwehrleuten.

Der Brandort befindet sich nahe des Zellwaldes in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 4 sowie zum Edeka-Großlager Berbersdorf. Ersten Einschätzungen von Augenzeugen zufolge hat das Wohnhaus den Brand des benachbarten Schuppens relativ unbeschadet überstanden und ist weiter bewohnbar. Die Ursache des Brandes ist bislang laut Krumbiegel unklar. Sollte ein Brandursachenermittler tätig werden müssen, so werde das erst am Samstagmorgen erfolgen, sagte ein Polizeisprecher am Freitagabend. (mit fmu)

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