Brillen auf Reise in die Dritte Welt

Rund 2000 Sehhilfen, die von ihren Besitzern nicht mehr benötigt werden, hat der Freiberger Lions Club gesammelt. Jetzt gingen sie auf die lange Reise nach Afrika.

Freiberg/Großschirma.

Eine ganz besondere Spende hat der Freiberger Lions Club in dieser Woche auf die Reise geschickt. 14 Kartons, randvoll mit etwa 2000 Brillen befüllt, wurden bei der Speditionsfirma Rhenus & Hellmann in Großschirma abgegeben. Brillenträger der Region, aber auch die Freiberger Filialen von Fischer Optik-Akustik sowie Fielmann haben die Sehhilfen in den vergangenen Wochen zusammengetragen.

"Wir unterstützen diese Aktion schon länger, indem wir für den Transport sorgen", sagt Sylvio Döring, Niederlassungsleiter der Speditionsfirma. Sowohl Madlen Uhlig, Filialleiterin von Fischer Optik-Akustik in der Freiberger Burgstraße, als auch Mario Beckert und Wolfgang Licht vom Lions Club hatten die Pakete eigenhändig vorbei gebracht.


"Die Aktion machen wir schon seit etwa 15 Jahren", erläutert Wolfgang Licht. Und Mario Beckert ergänzt: "Nach wie vor können nicht mehr benötigte, aber intakte Brillen sowohl bei den beiden Optik-Filialen als auch beim Lions Club abgegeben werden."

Die aktuelle Lieferung geht nicht direkt nach Afrika oder Asien, sondern landet zunächst beim Lions Club im rheinhessischen Alzey. Dort werden die Spenden gesammelt, bevor sie dann weitergeleitet werden an die Aktion "Lunettes sans frontiére - Brillen ohne Grenzen" im Elsass.

Dort, in einem ehemaligen Kloster, werden die Sehhilfen begutachtet. "Sie werden zunächst einmal gereinigt", erklärt Wolfgang Licht. "Dann werden die Sehstärken gemessen und schließlich werden die Brillen entsprechend sortiert."

Erst danach gehen die Spenden nach Afrika. Dort ermöglichen die hierzulande nutzlos gewordenen Brillen jenen Menschen, die schlecht sehen, sich aber keine Brille leisten können, wieder eine bessere Sicht.

Bei solchen Aktionen belässt es der Lions Club nicht. Zusätzlich betreibt die Organisation in der Dritten Welt Augenkliniken, in denen bei entsprechenden Krankheiten operiert werden kann. Der diesjährigen Lieferung wurden übrigens auch einige Hörgeräte beigelegt, die in den ärmeren Ländern ebenso dringend benötigt werden.

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