Bürger feiern ihre neue Straße

Die Hauptstraße in Halsbrücke ist jetzt wieder durchgängig befahrbar. In der Gemeinde wird aber noch mehr für den Verkehrsfluss getan.

Halsbrücke.

Mit einer erst- und einer letztmaligen Gelegenheit ist gestern die Staatsstraße 196 in Halsbrücke feierlich wieder für den Verkehr freigegeben worden. Letztere galt für die Kinder - sie durften mit Kreide die neue Fahrbahn bemalen, ehe das grün-weiße Band durchgeschnitten wurde. Offiziell darf die Straße ab 9 Uhr am heutigen Sonnabend wieder befahren werden. Die Premiere betraf die Verkostung des ersten Bieres, das im Brauhaus am Bahnhof (BAB) in Halsbrücke gebraut worden war.

Der Festakt war kurzerhand mit einem Bürgerfest verbunden worden. Zu den mehr als 100 Gästen gehörten auch zahlreiche Kommunal- und Landespolitiker. "Wir sind dieses Jahr sehr gut vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr bedacht worden", bedankte sich Bürgermeister Andreas Beger (CDU) in seiner kurzen Ansprache. So werde nächste Woche ein weiteres Ausbaustück der Staatsstraße zwischen Krummenhennersdorf und Dittmannsdorf übergeben und voraussichtlich noch bis zum Herbst die Brücke am Sandberg in Halsbrücke erneuert. Zudem habe die Gemeinde Fördermittel für die Radwege von Niederschöna nach Hetzdorf sowie von Halsbrücke nach Freiberg erhalten.

Letzterer hänge direkt mit dem Straßenbau in Halsbrücke zusammen, sagte Jens Albrecht vom Verkehrsministerium. Innerhalb von drei Monaten waren hier für reichlich 320.000 Euro eine alte Brücke über die ehemalige Bahnlinie von Halsbrücke nach Freiberg abgerissen, der Einschnitt verfüllt und die Staatsstraße auf etwa 130 Metern Länge neu angelegt worden. Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit - der Kurvenradius wurde vergrößert und der Bürgersteig verbessert - sei dabei auch das Radwegekonzept der Gemeinde eingeflossen, so der Abteilungsleiter Mobilität.

Das Papier von 2015 sieht unter anderem vor, auf der früheren Bahntrasse nach Freiberg einen Radweg anzulegen. Für diesen Zweck übergab Albrecht am Freitag Förderbescheide von insgesamt rund 525.000 Euro an Bürgermeister Beger.

Spätestens Anfang Oktober dieses Jahres soll der Radweg übergeben werden, hieß es auf dem Festakt. Auf Freiberger Flur erfolge der Ausbau auf gut 700 Metern Länge durch die Saxonia Standortentwicklung und -verwaltung, bestätigte deren Geschäftsführer Erich Fritz. Die Strecke führe zu einem "Belohnungspunkt" witzelte Lars Roßmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Der Leiter der Niederlassung Zschopau spielte dabei auf den Bahnhof Halsbrücke an. Dort sollen pro Jahr bis zu 1500 Hektoliter Bier gebraut werden, wie BAB-Investor Ronny Erfurt verriet: "Wir wollen auch eine Gastwirtschaft betreiben."

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.