Busfahrer achten weiter auf Masken bei Fahrgästen

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Regiobus kontrolliert für den Landkreis - Verweigerer selten

Mittweida.

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen und Bahnen besteht weiter, obwohl die Bereitschaft bei Fahrgästen nachlässt. "Wir stellen in Deutschland eine gewisse Müdigkeit fest, was die Umsetzung von Coronamaßnahmen angeht", sagt Professorin Claudia Winkelmann, die das Forschungsprojekt Hygienekonzept und Infektionsschutz von der Alice Salomon Hochschule Berlin wissenschaftlich leitet. Für Aufsehen sorgt, dass die Fahrer der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) angewiesen worden seien, Kontrollen zu unterlassen, weil das dem Ordnungsamt und der Polizei obliege. Der SVZ-Betriebsrat machte das öffentlich. Wie sind die Kontrollen in Mittelsachsen geregelt? "Der Landkreis selbst nimmt keine Kontrollen vor", so André Kaiser, Leiter Pressestelle des Landratsamts auf Nachfrage. "Bei Regiobus erfolgt eine Kontrolle beim Einstieg."

"Wir haben nichts ausgehebelt und setzten die Sächsische Coronaschutzverordnung nach bestem Wissen und Gewissen um", bestätigt Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr beim mittelsächsischen Transportunternehmen. Dass jemand keine Maske tragen wollte, sei in letzter Zeit kaum vorgekommen. "Es hat nur Einzelfälle gegeben." Umgekehrt gebe es Mitarbeiter, die den Infektionsschutz sehr ernst nehmen und auch durchsetzten. Grundsätzlich verfüge der Busfahrer in so einer Situation über das Hausrecht, das zur Not in Absprache mit der Zentrale durch die Polizei durchgesetzt werde. Zudem kann Personen bereits der Zustieg verwehrt werden.

Dass Busfahrer deswegen angegangen werden, komme immer wieder vor, sagt Regiobus Geschäftsführer Michael Tanne. "Aber zum Glück nicht häufig." Der überwiegende Teil der Bevölkerung halte sich an die Pflicht. "Wir haben das Gesetz nicht erfunden und es ist durch die OP-Masken bereits vereinfacht worden." (niem/mit nkd)

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