Cämmerswalder feiern - trotz Hitze

Vier Tage lang stand die Gemeinde im Zeichen des Vogelschießens. 2019 soll die Teilnahme für Schützen einfacher sein.

Cämmerswalde.

Vier Tage lang hat der 900 Einwohner zählende Ort Cämmerswalde das 53. Vogelschießen, 145Jahre Freiwillige Feuerwehr und 140 Jahre Fröhliche Blasmusikanten gefeiert.

Wie viele Gäste genau zum Festplatz am Haus des Gastes kamen, weiß Cheforganisator Maik Springer nicht. "Es ist aber erstaunlich und erfreulich, wie viele Hunderte Besucher trotz hochsommerlicher Temperaturen dabei waren. Das macht uns stolz", sagt der 47-Jährige und fügt an: "Wir freuen uns als Festkomitee vor allem über die vielen ehemaligen Cämmerswalder, die dieses Wochenende, dick in ihrem Kalender angestrichen hatten."

Das Vogelschießen in Cämmerswalde ist in der Region längst zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt geworden. Es wird nicht nur im Festzelt gefeiert, sondern mit Ponyreiten, Kindervogelschießen, Vorstellung der Jugendfeuerwehr, Karussell, Losbude, Zuckerwatte, Waffeln und vielem mehr war auch die 53. Auflage ein echtes Volksfest. Maik Springer kann sich nach diesen vier Tagen zufrieden zurücklehnen. Es lief alles ohne Zwischenfälle ab. Allerdings beschäftigte ihn die Tatsache, dass sich kaum junge Männer für das Schießen angemeldet hatten. Trotz intensiver Aufforderungen von Sprecher Marco Fritzsch fanden sich nur drei mutige Schützen ein. "Ich habe mich schon darüber geärgert, dass wir solche Mühe hatten", resümierte Springer. Doch die jungen Menschen würden auch in Cämmerswalde immer weniger, sieht er einen Grund. Für das Vogelschießen 2019 werde man deshalb die Regeln ändern, sodass die Teilnahmebedingungen erleichtert werden. "Da wird es sicherlich im nächsten Jahr besser", hofft Maik Springer. Dieses Jahr musste beispielsweise der Schützenkönig mindestens 16 Jahre alt sein und im Ort oder seinen Ortsteilen wohnen.

"Es ist erstaunlich, was die Cämmerswalder und die Bewohner der drei Ortsteile jedes Jahr auf die Beine stellen", sagt Bürgermeister Peter Haustein. Ein großes Kompliment gelte dem Festkomitee, den freiwilligen Helfern und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sorgten, sondern auch die die gastronomische Betreuung absicherten. "Auch ohne Sponsoren, Handwerker und Kleinbetriebe des Ortes wäre dieses Fest in dieser Größenordnung nicht durchführbar", ist Hau-stein überzeugt.

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