Campus öffnet sich zur Stadt

Die Oberschule Brand- Erbisdorf erhält ein neues Außengelände. Dabei sollen die Übergänge vom Schulgelände zum städtischen Raum verschmelzen.

Brand-Erbisdorf.

Der neue Campus der Oberschule Brand-Erbisdorf hat ein Hauptziel: Er soll eine Verbindung schaffen zwischen der Schule und der Stadt. Gleichzeitig werde er das Schulgebäude mit dem neuen Anbau - in dem sich jetzt auch die Stadt- und Kreisbibliothek befindet - verbinden. Das haben sich die Verantwortlichen in der Stadt sowie Landschaftsarchitektin Jana Spielhaus mit der Gestaltung des Geländes auf die Fahnen geschrieben.

"Grob unterteilt geht es um drei Abschnitte", erklärt Dierk Schülke, Fachbereichsleiter Bau in der Stadt Brand-Erbisdorf. Derzeit laufen - witterungsabhängig - die Arbeiten am ersten. "Er gewährleistet künftig vor allem die Funktionalität für den Besuch von Schule und Bibliothek", sagt Schülke. So entstehen Parkplätze ebenso wie eine Zufahrt für Rettungsfahrzeuge im seitlichen Bereich des neuen Schulanbaus. In dieser Baurestleistung aus dem vergangenen Jahr gehe es vor allem darum, die Schule und Bibliothek zur Stadt hin zu öffnen, und durch das Neuanlegen der Parkplätze auch eine freie Sicht auf die Gebäude zu ermöglichen. "Zudem soll die städtische Atmosphäre bis an die naheliegende Kreuzung gebracht werden", ergänzt Jana Spielhaus. In diese Fläche integriert würde außerdem ein Informationspunkt mit Infos zur Stadt. Außerdem greife die Wegführung quasi zugleich als Wegweiser für die Besucher der Bibliothek.


Dennoch befinden sich laut Schülke die beiden anderen Abschnitte noch in der Feinplanung. Demnach wird der Eingangsbereich zur Bibliothek großzügig angelegt mit direkter Verbindung zur August-Bebel-Straße. Der Platz vor der Schule erhält als öffentlicher Raum Grün ebenso wie Sitzgelegenheiten. "Wir wollen in diesem Bereich die sogenannte Aufenthaltsfunktion stärken, und auch freies W-Lan ist in der Überlegung", sagt der Fachbereichsleiter. In die Gestaltung integriert würde ebenfalls eine moderne Beleuchtung. "Wir werden auch die bestehenden Bäume erhalten und weiteres Grün pflanzen", sagt Jana Spielhaus. Auf der Rückseite der Bibliothek werde es eine Leseterrasse geben, ebenso Spielangebote.

Der Bereich vor der jetzigen Mensa, die im Keller des Schulgebäudes liegt, soll gleichfalls neu gestaltet werden. "Es entsteht unter anderem ein Senkgarten mit Insektenbeet", erklärt die Landschaftsarchitektin. Nach ihren Worten sollen in einem Kiesbeet vorwiegend Trockenpflanzen wachsen, die Insekten anziehen. "Das kann vom Mensafenster aus gut beobachtet werden. Die Schüler essen im Innenbereich und nehmen sich so vielleicht Zeit, auch zu beobachten", hofft Jana Spielhaus.

Vorgesehen ist laut Schülke, das Campus-Projekt dieses Jahr zu realisieren, 300.000 Euro sind dafür im Stadthaushalt eingeplant, auch Fördermittel sollen genutzt werden. In Fortsetzung ist dann die Neugestaltung des Schulhofes vorgesehen.

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