Chemnitz hat gewonnen: Im Landkreis wird gejubelt

Acht mittelsächsische Orte sind nun auch Teil der Kulturhauptstadt und hoffen auf Effekte.

Chemnitz/Freiberg.

Kaum weniger laut als die Jubelrufe in Chemnitz waren die Reaktionen der mittelsächsischen Gemeindeoberhäupter, die nun zusammen mit Chemnitz das Projekt der europäischen Kulturhauptstadt 2025 umsetzen können. Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger verschlug es fast die Sprache: "Das ist ein Riesengewinn für das gesamte Umland. Die Weltoffenheit einer Kulturhauptstadt tut unserer Region gut."

Greysinger hatte die Verkündung im Urlaub über den Live-Stream von "Freie Presse" verfolgt. "Wir werden sicher unser Kulturamt aufstocken", kündigte er an. "Mit dem neuen Festsaal, dem Gellert-Museum und einer sanierten Freilichtbühne haben wir schon viel zu bieten. Dass von Beginn an das Umland in die Bewerbung einbezogen wurde, hat sich nun als großer Pluspunkt gezeigt."

Acht Städte und Gemeinden im Landkreis unterstützen Chemnitz bei der Kulturhauptstadt-Bewerbung 2025. Neben Hainichen sind dies Freiberg, Mittweida, Frankenberg, Augustusburg, Burgstädt, Flöha, Lichtenau, Niederwiesa. "Nun können die Schätze unserer Region erneut gehoben werden. Mit dem Welterbetitel der Montanregion, den wir seit 2019 tragen, hat die Kulturhauptstadt 2025 ein besonderes Glanzlicht im europäischen Kulturpaket", sagte Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger. "Ich bin stolz, dass die Stadt Chemnitz es mit ihren Partnern geschafft hat und stolz, dass die Silberstadt dabei sein wird."

Amtskollege Raik Schubert in Niederwiesa war ebenso zufrieden: "Es ist ein gutes Signal, die Zeichen standen aber für Chemnitz auch gut. Wir sind mit der City-Bahn schon hervorragend angebunden. Nun können neue Projekte angeschoben werden, es wird sicher auch mehr Geld fließen."

Mittweidas OB Ralf Schreiber hatte schon wenige Minuten nachdem die Entscheidung gefallen war einen Brief an das Chemnitzer Rathaus geschrieben. "Es ist eine tolle Sache und schon jetzt eine sehr gute Zusammenarbeit", so Schreiber. "Wir haben bereits gemeinsam Projekte, herausragend ist dabei sicher der Erzgebirgskulturweg."

"Der Jubel in unserer Stadtverwaltung war groß", berichtete der Flöhaer OB Volker Holuscha. "Wir sind überzeugt, dass nun ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung von Chemnitz und dem Umland gelistet werden kann." Flöha habe bereits Pläne in der Schublade, über die nun gesprochen werden soll.

Landrat Matthias Damm sagte: "Ich gratuliere Chemnitz zu diesem großen Erfolg. Die Stadt hat sich so engagiert und auch die Bewerbung in der Öffentlichkeit präsent gemacht sowie die Bürger mitgenommen. Zahlreiche, auch mittelsächsische Städte haben sich bei der Bewerbung engagiert, was die Verbundenheit mit Chemnitz zeigt. Das macht aber auch deutlich, wie die Kulturhauptstadt 2025 in die Region strahlen wird." (fa)

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