Christina Schwanitz studiert in Mittweida

Weltmeisterin startet im März eine weitere Karriere

Mittweida.

Kugelstoßerin Christina Schwanitz blickt in diesen Wochen nicht nur auf sportliche Höhepunkte. Nach der Deutschen Hallenmeisterschaft in Leipzig, die am kommenden Wochenende stattfindet, sowie der Hallen-Europameisterschaft in Glasgow schlägt sie Mitte März beruflich ein neues Kapitel auf. Sie beginnt an der Hochschule Mittweida ein Bachelor-Studium für Soziale Arbeit.

Allerdings legt sie sich noch nicht auf eine spezielle Richtung im späteren Beruf fest. Ein Fachabitur für Soziale Arbeit hat sie bereits. "Ich gucke einfach mal, was der Studiengang hergibt und was mich nach den drei Jahren besonders reizt", sagt die Sportsoldatin. "Die Mittweidaer Hochschule ist sehr sportaffin und macht ja teilweise Kopfstände, damit man Spitzensport und Studium unter einen Hut bringen kann", sagt die 33-Jährige, die beim Hetzdorfer SV mit dem Kugelstoßen begann und Welt- und zweifache Europameisterin unter freiem Himmel ist. Schon ihre Immatrikulationsfeier wurde eigens auf den 18.März gelegt, da Deutschlands Sportlerin des Jahres 2015 am Tag darauf ins Trainingslager reist. "Das Studium ist auf den Sport angepasst. Ich bleibe ja dennoch Kugelstoßerin." Und dazu noch Mutter von Zwillingen.

Zurzeit sind in Mittweida noch der Nordische Kombinierer Eric Frenzel, die Dresdener Kanutin Steffi Kriegerstein (Silber bei Olympischen Spielen 2016) sowie die Skilangläufer Julia Belger und Jacob Vogt eingeschrieben. Auch Sportler aus Mittweida nutzen das Angebot. "Seit 1999 haben an der Hochschule insgesamt 45Spitzensportler in Mittweida studiert", sagt Klaus Mehnert. Er war viele Jahre der Leiter des Hochschulsports in Mittweida und ist seit Monatsbeginn im Ruhestand.

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