Corona: Großhartmannsdorfer wartet seit Wochen auf amtlichen Quarantänebescheid

23 Tage nach der Coronaerkrankung seines Vaters hat ein 50-Jähriger noch immer keinen Quarantänebescheid erhalten. Die Kreisbehörde bedauert das. Doch es gibt noch mehr Probleme.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

55 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 13
    1
    TWe
    14.01.2021

    "Wir äußern uns nicht zu Einzelfällen."

    Ich glaube, dass das vom Sprecher des Landkreises auch keiner erwartet. Wünschenswert wäre aber ein Statement in der Richtung: "Danke für den Hinweis. Ich geben diesen an das Gesundheitsamt weiter."

    Neben einem überforderten Gesundheitsamt scheint der LK Mittelsachsen auch noch mit einem nicht sonderlich kompetenten Sprecher "gesegnet" zu sein.

    Noch etwas vom Landkreissprecher Kaiser:

    "Mit einem solchen Fallaufkommen, wie es zwischenzeitlich war, konnte nicht gerechnet werden."

    Das ist im Januar 2021 m. E. eine der sinnlosesten Ausreden, die ich mir vorstellen kann. Vielleicht haben es die meisten ja bereits vergessen. Vor zwölf Monaten hatten wir alle nicht mal eine Vorstellung von Lockdown, Maskenpflicht an öffentlichen Orten und einer massiven Beschränkung des privaten Bewegungsspielraums. GERECHNET hat damit erst recht keiner...

  • 15
    0
    Kastenfrosch
    14.01.2021

    "Mit einem solchen Fallaufkommen, wie es zwischenzeitlich war, konnte nicht gerechnet werden."

    Von außen und hinterher (?) lässt sich leicht urteilen, dennoch: nach dem Pandemie-Schnupperkurs im Frühjahr (inklusive sehr hoher Fallzahlen in weiten Teilen der Welt), konnte man doch ahnen, was auf uns zukommt, wenn die Welle einmal rollt. Und vor allem musste man doch in Freiberg und anderswo zumindest eine Idee davon haben, welche Kapazität die eigenen Prozesse haben. Das klingt schon sehr nach Dienst nach Vorschrift.

  • 19
    6
    Mia
    14.01.2021

    Ich habe am 16. Dezember meinen positiven Bescheid bekommen. Ich war 3 Wochen schwer erkrankt.
    Mit meinem Abstrich wurden mein Mann und ich lt.Auskunft der Schwester die in meiner Hausarztpraxix den Abstrich vorgenommen hat, für 14 Tage in Quarantäne geschickt.
    Vom zuständigen Gesundheitsamt Mittelsachsen haben wir diesbezüglich bis heute keine Informationen bzw. überhaupt eine Kontaktaufnahme!!

    Weiterhin beschäftigt mich, warum die Familienangehörigen, die sich ebenfalls infizieren , nicht getestet werden und somit in keiner Statistik als Coronafälle erscheinen. Somit haben die Statistiken keinen Wert bzw. zeigen Zahlen von Neuerkrankungen, die falsch und um einiges zu niedrig sind.

    Zuverlässig scheinen nur die Zahlen der Todesfälle zu sein, da es da amtliche Bestätigungen gibt. Und die sind mehr als schlimm.

  • 28
    4
    TFH
    14.01.2021

    "Dies ist sehr bedauerlich und ärgerlich, auch für uns als Gesundheitsamt."

    Nein, das ist nicht "ärgerlich" und "bedauerlich", das ist unter Umständen lebensbedrohlich. Da diese Erkrankung massiv gefährlich sein kann - damit begründet man eine Grundheitseinschränkung nach der anderen - ist der Behördenschlendrian völlig inakzeptabel. Die Art der Reaktion zeigt aus meiner Sicht dann auch wieder, dass die staatlichen Institutionen es offenbar noch immer nicht verstanden haben, wie ernst die Lage ist. Man weiß das immer nur, wenn man von der Bevölkerung was will. Das ist Gift für die Akzeptanz sämtlicher Maßnahmen. Die Ämter müssen endlich raus aus ihrer Komfortzone und der Lage angemessen arbeiten.

  • 30
    0
    Barthi
    14.01.2021

    Da wir, selbst betroffen waren, kenne ich die Problematik nur zu gut. Hier war es das GA Zwickau, aber das scheint egal, überall die gleichen Probleme. Sicher waren unsere Behörden diesbezüglich und glücklicherweise, "verwöhnt", da es in unseren Breiten kaum oder keinen epidemiologischen Handlungsbedarf gab. In unzähligen Talkshows besteuerten Politiker, doch nun die Gesundheitsämter etc. besser auszustatten, sowohl technisch als auch personell. Passiert zu sein, scheint nicht viel, und nun unter dem Druck, hakt es. Der Sommer war ruhig, da war genug Zeit und Geld scheint doch auch da zu sein. Bitte, ich spreche hier keinen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, sondern die übergeordneten Stellen! Täglich hätte man Druck auf die nächst höhere Stelle und diese wieder weiter nach oben in den Hierarchien, machen müssen. Aber dìes scheint im Staatsdienst nicht üblich zu sein. In der freien Wirtschaft würde so mancher Amtsleiter etc. sicher kläglich scheitern.