Corona-Protest in Freiberg: Wer mitläuft und welche Frage offen bleibt

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In Sachsen wird wieder verstärkt gegen die Coronapolitik demonstriert. Vereinnahmt von einer rechten Splitterpartei, treffen sich Menschen aus unterschiedlichen Milieus. Wer steckt dahinter?

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1515 Kommentare
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  • 12
    11
    j35r99
    05.05.2021

    "Niemand meldet sich bei der Polizei, um die Veranstaltung anzumelden."
    Ich kann mich nicht erinnern, dass 1989 die "Veranstaltungen" angemeldet wurden.
    Es waren doch sicher auch damals schon "Rechte" dabei.
    Ich denke manchmal, wir sind wieder am gleichen Ausgangspunkt.

  • 11
    10
    Juri
    05.05.2021

    Nun „silvio9773“, grundsätzlich hab ich keine Lust auf solche Dialoge. Lesen Sie einfach „Bautzemann“, der hat das gut auf den Punkt gebracht.
    Hören Sie endlich auf, mit diesem abgearbeiteten Satz: …..„Und natürlich ist es ja wieder einfach alle Menschen die sich an Spaziergang beteiligen als Nazis abzustempeln“……
    Ich habe mit keiner Silbe behauptet, dass die „Spaziergänger“ alle Nazis sind. Mir ist bewusst, dass dort viele Menschen mitgehen, die ehrliche und verständliche Anliegen haben. Ob der Rahmen so stimmig ist, darüber darf man reden???
    Aber die im Artikel benannten Personen, die sollten besser in dieser Zeit in ihren Büros bleiben und ihren (Parteien) Laden aufräumen. Einiges was da heute hier schief läuft ist genau dort begründet. Das da plötzlich die Seele bedrückt ist, wundert mich sehr. Wer hebt denn Grundrechte auf und sagt heut rechts und morgen links. Und ihren zweiten Satz, den dürfen Sie durchaus auch nochmal überdenken.

  • 15
    9
    Chilischoten
    05.05.2021

    Es ist falsch jeden in die rechte Ecke zu stellen nur weil er gegen die Coronamaßnahmen ist.
    Nur leider nutzen die falschen politischen Strömungen die Demos um neue Mitglieder zu finden und sich als rettende Partei feiern zu lassen.

    Ich denke aber, dass eigentliche Problem ist nicht Corona und deren Maßnahmen, das Problem ist eher die allg. Unzufriedenheit der Gesellschaft mit dem politischen Etablissement. Hier muss die Gesellschaft aufpassen um nicht in den falschen Strudel zu gelangen.

    Corona ist nur einer der Gründe die das Fass zum überlaufen gebracht hat und die Gesellschaft ist die politisch falsche Richtung strömen lässt!

  • 13
    10
    OlafF
    05.05.2021

    Die Konstruktion von Kontaktschuld leistet einer Kultur des Misstrauens und des Verdachts Vorschub. Sie zerstört Ansätze für Kooperation und entmutigt Brückenbauer und Reformer.
    Sie ist das Instrument mit dessen Hilfe der kleinste gemeinsame Nenner unterbunden werden soll. Das Herauspicken von Exzremisten, Exoten und Spinnern soll zur Verallgemeinerung führen. Was im großen Stil bei den Massendemos des Sommers angewendet wurde, soll nun in vielen Städten und Gemeinden zur Anwendung kommen. Trotzdem bleibt es das Recht der freien Entscheidung, auf welche Art und Weise man Protest zeigen kann, mit weißen Rosen, Kerzen, Kinderbildern oder gemeinsamen friedlichen Spaziergängen. Der Umgang und die Reaktion darauf ist das eigentliche demaskierende.

  • 14
    14
    silvio9773
    05.05.2021

    Auch ich bin einer der Spaziergänger und das schon seit April 2020.Es ist doch egal in welcher Partei man ist .
    Bei unserem Montagsspaziergang kann jeder mitlaufen der einfach nur spazieren möchte und /oder damit auf eine FRIEDLICHE Weise seinen Unmut über die Coronapolitik der Regierung zum Ausdruck bringen möchte .Von rechtsradikalen und Naziparolen sowie Gewalt,Aggressivität und Pöbeleien distanzieren wir uns ,so etwas hat nix zu suchen beim Spaziergang.
    Wir möchten das die Coronaschutzverordnungen und die Einschränkung der Grundrechte zurückgenommen werden.Weiterhin die Öffnung aller Läden,Geschäfte,Freizeit und Sporteinrichtungen,Zulassung des Amateursportes usw.
    Und natürlich ist es ja wieder einfach alle Menschen die sich an Spaziergang beteiligen als Nazis abzustempeln.Beweise Fehlanzeige.Es sind Arbeiter ,Angestellte,Rentner,Arbeitslose,Ladenbesitzer,Geschäftsinhaber die da spazieren gehen.

  • 15
    8
    Juri
    05.05.2021

    „Bautzemann“ das ist eine recht vernünftige Analyse. Da geh ich ein gutes Stück mit.
    Aber warum muss man das in einer Reihe mit Weigand, Bachmann, Reuter tun. CDU und AFD?
    Wenn es um eine Sache geht, dann braucht man keine Partei. Dann braucht man eine Meinung, Mut und vernünftige Ideen.
    Wir dürfen gespannt sein, wer sich am nächsten Montag noch so alles aus der Rathaustür drängelt um dann „gewissermaßen dienstlich“ bzw. mit der Ehefrau spazieren zu gehen.

  • 21
    12
    Bautzemann
    05.05.2021

    Vom Grundsatz her zeigen diese Berichte und Bilder nur eines. Immer mehr Menschen sind mit der Politik der Regierung in Sachsen mehr als unzufrieden. Die Berichterstattung der letzten Monate, des letzten Jahres hat ja zig mal die Unfähigkeit und das Hickhack der getroffenen Entscheidungen gezeigt. Da der Zulauf immer größer wird, machen es sich einige Zeitgenossen sehr einfach, alle Menschen als Mitläufer von Rechtsextremen zu bezeichnen. Hier tuen sich Parallelen auf. Warum ist es zur Gründung der AfD gekommen? Die sogenannten Parteien der Mitte, die Groko CDU und SPD haben die Probleme und Sorgen der Bürger schon nicht mehr wahrgenommen. Der Weg für die AfD wurde somit geebnet. Corona hin und her, die Unterschiede die hier gemacht werden, sind nicht hinnehmbar. Auf der einen Seite Berufsverbot für Gastwirte Hoteliers u.A., auf der anderen Seite Bevorzugung des millionenschweren Profisports. Zweierlei Maß hat schon immer zu Unzufriedenheit geführt. Eine Schwäche der Politik!

  • 17
    17
    Pimboli
    05.05.2021

    Wieso nimmt man die Sorgen der Menschen nicht ernst, 1 Jahr chaotische Corona-Politik, teils nicht nachweisbar sinnvolle und widersprüchliche Regelungen - wieso muss seit einem Jahr eigentlich alles bis ins kleinste Detail in Verordnungen geregelt werden??? Die Menschen fühlen sich nicht verstanden und nicht ernst genommen und nur weil nicht alle auf die Straße gehen, heißt das doch nicht, dass die anderen alle mit den Maßnahmen einverstanden sind. Und in jedem Artikel wird dann subtil darauf hingewiesen, dass die Teilnehmer rechts sind (siehe auch hier: er hat sein Facebook Bild geändert) oder Corona-Leugner. Es existiert nur noch die eine Krankheit in der Politik, alle anderen Dinge werden seit einem Jahr hintenan gestellt, sei es die Langzeitschäden durch verlorene Existenzen, verschobene OPs/Vorsorgeuntersuchungen, monatelange Schulschließungen usw. Nur weil man das falsche Sortiment hat, darf man ein halbes Jahr sein Geschäft nicht öffnen, na klar das mancher Laden kreativ wird.

  • 36
    23
    SteveRodgers
    05.05.2021

    Wir sollten diesen Leuten nicht so viel Aufmerksamkeit geben. 2% der Bevölkerung Freibergs sagen absolut Nichts für den Rest unserer Gemeinschaft aus.

  • 76
    25
    Chilischoten
    05.05.2021

    Welch scheinheilige Argumente! Ein Handwerker der Sorgen hat, obwohl sich die Baubranche seit Jahren ein goldenes Näschen verdient, und eine weitere Person die im öffentlichen Dienst angestellt ist... Alles Personen die in der Coronakrise in ihrer Existenz bedroht sind?! Was ist mit der Verkäuferin? Was ist mit dem Koch?...dem Einzelhändler? Diese haben Existenzängste und Gründe zu demonstrieren! Aber der Rest?! Wollen unsere Grundrechte schützen, aber treten die Solidarität mit Füßen. Sie werfen dem Staat vor, die Gesellschaft zu spalten, aber vllt. spalten die "Spaziergänger" mit ihrem Egoismus?! Die Mehrheit will die Mitmenschen schützen, aber die "Spaziergänger" stellen ihre eigenen Interessen über die der Mehrheit. Und das ist keine Spaltung der Gesellschaft?!
    Ich bleibe dabei: es zeigt sich daß der Egoismus der Gesellshaft über der Solidarität steht! Und das ist der Grund für die Spaltung der Gesellschaft, nicht Corona! Erst Ich und dann der Rest...

  • 66
    26
    Edilarsen
    04.05.2021

    800 Menschen die es nach einem Jahr immer noch nicht verstanden haben. Sehr traurig.

  • 66
    26
    RSt
    04.05.2021

    Mit rechtsextremen herumlaufen, nur weil die gerade an irgend einem Punkt zu meiner Meinung passen. - Na dann gute Nacht Freiberg.
    Falls ihr aufwacht: Egal, wo man nach Grundrechten gesucht hat. - Bei Demokratiefeinden wurden sie noch nie gefunden.
    "Abwählen" ist bei denen auch nicht so einfach, da müssen dann erst wieder die Aliierten kommen. ;)

    Aus Unzufriedenheit zu demonstrieren ist naturlich ein sinnvolles demokratisches Mittel. - Die Frage: Ist es mir wirklich egal, NEBEN WEM ich laufe?

  • 41
    24
    ChWtr
    04.05.2021

    Selbst der Vize OBM (...), aha.
    Freie Bürger für freie Spaziergänge.

  • 99
    34
    BuboBubo
    04.05.2021

    Der Chef des CDU-Ortsverbands Freiberg geht "rein privat" gemeinsam mit der AfD (die "dienstlich") unterwegs ist, "spazieren". Angeführt von niemandem, angeregt von "Freien Sachsen". Man ignoriert die Corona-Regeln und beklagt die Corona-Folgen. Alle sind irgendwie unzufrieden. "Hier wird alles kaputt gemacht".

    So sieht die stolze Bergstadt Freiberg, Zentrum einer Weltkultuerbe-Region, Sitz der ältesten montanwissenschaftlichen Bildungseinrichtung der Welt im Alltagslicht aus: Sepiafarben trübe.

  • 27
    87
    M.Uhlig
    04.05.2021

    Freiberg ich bin stolz auf Euch (800 ist die neue 1000)