Damit die Schule nicht aus allen Nähten platzt

Mit einem Jahr Verzug begannen die Arbeiten an der Bildungseinrichtung in Brand-Erbisdorf. In einem Anbau an das vorhandene Schulgebäude sollen acht Klassenzimmer entstehen.

Brand-Erbisdorf.

Lange Zeit wurde diskutiert, geplant, verworfen und neu geplant: Nun haben die Bauarbeiten für das neue Gebäude begonnen, mit dem die Brand-Erbisdorfer Grundschule um insgesamt acht Klassenzimmer, Sanitärräume und Fahrstuhl erweitert werden soll. Die Abbrucharbeiten am bisherigen Haupteingang der Bildungseinrichtung laufen, ebenso wird die Baugrube ausgehoben.

Ziel des Projektes ist es laut Dierk Schülke, Chef der Bauverwaltung in der Stadt, mit den neuen Klassenräumen die beengte Situation in der Grundschule aufzubrechen und somit für Schulbetrieb und Hort grundsätzlich eigene Bereiche zu schaffen. Bislang mussten Räumlichkeiten doppelt genutzt werden, das soll ein Ende haben. "Wir wollen zugleich eine grundsätzliche Vierzügigkeit der Schule gewährleisten", erklärt er. Lernen gegenwärtig knapp 360 Schüler an der Brand-Erbisdorfer Grundschule, werden es aus heutiger Sicht im kommenden Schuljahr 345 Mädchen und Jungen sein.

Doch ganz so reibungslos lief das geplante Vorhaben eben nicht an, wie die Stadt als Schulträger erfahren musste. Zunächst hatten die beauftragten Planer einen ähnlich großen Anbau mit Stahlbaukonstruktion entworfen, in dem die Klassenzimmer etwa 54 Quadratmeter groß waren und auch Vorbereitungsräume für den Unterricht Platz fanden. Damit aber zeigten sich laut Schülke die Fördermittelgeber nicht einverstanden. "Die Förderbehörde SAB forderte Klassenzimmergrößen von 70 Quadratmetern", sagt er. Deshalb musste umgeplant und eine neue Baugenehmigung eingeholt werden. Auch Fördermittelanträge waren demnach ein zweites Mal zu stellen. Nun haben die Klassenräume die geforderte Größe, die Vorbereitungsräume allerdings fielen weg. Genutzt werden müssen die im Bestandsgebäude vorhandenen. In allem liegt der Bauverzug von etwa einem Jahr begründet. Danach wurde die finanzielle Unterstützung von Freistaat und Bund bewilligt. Die Stadt erhält für das insgesamt etwa 2,95 Millionen Euro teure Vorhaben knapp 1,17 Millionen Euro an Fördergeld. Weitere rund 1,8 Millionen Euro muss die Kommune selbst aufbringen. Mit mehr als 320.000 Euro wird zudem die Ausstattung gefördert. Ende des dritten Quartals 2021 soll der Anbau fertig sein, mit der Baumaßnahme will die Stadt auch Sanierungsarbeiten an der Fassade und dem Dach der bestehenden Schule verbinden. Die Verbindung zwischen Alt- und Neubau ist laut Schülke für die Sommerferien im nächsten Jahr vorgesehen. "Das ist unter Schulbedingungen nicht machbar", wie er sagt.

Die Sicherheit der Schüler und Lehrer steht während der gesamten Bauphase im Mittelpunkt. Der Schuleingang wurde in Richtung Haasenweg verlegt, so Schülke. Durch eine Art Schleuse sollen die Kinder sicher durch die Baustelle zum Sportunterricht in die Turnhalle gelangen. Da der gesamte Baustellenverkehr über den Haasenweg verläuft, muss nach seinen Worten auch der Bringe- und Holdienst der Eltern für die Grundschüler in dem Bereich eingeschränkt werden. So sollten die Eltern den Parkplatz Berthelsdorfer Straße nutzen.

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