Damm übt Kritik an Dresden

Landrat stimmt Kollegen aus dem Erzgebirge zu

Freiberg/Annaberg-Buchholz.

Im Streit mit dem Freistaat um Gelder für den Straßenbau sieht sich Mittelsachsens Landrat durch seinen Amtskollegen aus dem Erzgebirge, Landkreistag-Präsident Frank Vogel, bestätigt. Wie sein CDU-Parteifreund kritisierte Matthias Damm am Dienstag die schleppende Vergabe: "Selbst wenn wir jetzt die Zusagen erhalten würden, könnten wir wegen der Ausschreibungen und der großen Nachfrage nach Baufirmen frühestens Ende Juli beginnen."

Straßen seien Lebensadern - gerade im ländlichen Raum. "Das schafft Riesenärger, wenn die Menschen täglich über Huckelpisten müssen. Das Problem gibt es jedes Jahr, aber so lange wie diesmal haben wir noch nie gewartet", erklärt Damm. Der Landkreis habe seine Anträge wie gefordert Anfang 2018 gestellt. Nach einem Jahr Funkstille stünde jetzt für vier Vorhaben im Umfang von 2,9 Millionen Euro Geld in Aussicht: "Der Haken ist, dass wir sie laut Bescheid 2019 beginnen und vorfinanzieren müssen - denn das Land will erst 2020 zahlen. Das ist doch keine Art!" schimpft der Jurist. Landrats-Kollege Vogel hatte kritisiert, dass das Land das Erzgebirge warten lasse. (grit/alu)


Das "Freie-Presse"-Interview mit Landrat Frank Vogel lesen Sie unter www.freiepresse.de/strassenbau

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