Das Volksfest am Fürstenwald

Drei Tage lang dauerte die Sause am Freiberger Brauhaus. Mehrere zehntausend Gäste zelebrierten ein Wochenende zwischen Musikevent und Familienfeier. Daran konnte auch das abgesagte Feuerwerk nichts ändern.

Freiberg.

Bei Thomas Godoj und Letzte Instanz rockten die Massen, bei Veronika Fischer schwelgten sie in Erinnerungen, Markus Becker verlegte quasi den Ballermann von Mallorca nach Sachsen, machte den Fürstenwald zum S'Arenal von Freiberg. Und über die Firebirds muss man hierzulande eigentlich sowieso kaum noch etwas schreiben, die Leipziger lassen in Freiberg regelmäßig den Rock 'n' Roll der Fünfziger und Sechziger so stilecht wieder aufleben, als stünden Chuck Berry, Jerry Lee Lewis und Buddy Holly leibhaftig auf der Bühne. Einmal mehr also hat sich um Wochenende also das Freiberger Brauhausfest als ein Magnet erwiesen, dank des Programms und der begleitenden Volksfestattraktionen für Musikfans, ebenso wie für Familien.

Mehrere zehntausend Menschen seien es sicher, die zum Fürstenwald gepilgert waren, sagt Holger Scheich, als einer der Brauhaus-Geschäftsführer und Chef der Brauhaus-Tochterfirma Gastro-Service-Mittelsachsen, sozusagen qua Amt oberster Brauhausfest-Organisator. Genau lasse sich eine Zahl wegen des Kommens und Gehens nicht sagen, aber er gehe von 20.000 bis 25.000 Gästen aus. Allein der Einladung zum Sportlerfrühschoppen gestern folgten rund 30 Vereine mit mehr als 600 Sportlern, berichtet Scheich. Damit sei er unter dem Strich sehr zufrieden, zumal die Stimmung stets entspannt und gut bis ausgelassen war und dennoch kaum jemand über die Stränge schlug.

In den vergleichsweise wenigen Fällen reagierten die Sicherheitskräfte bis hin zum Hausverbot, so einmal, als zwei Besucher mit verfassungsfeindlichen Gesten auf sich aufmerksam gemacht hätten. "Sicherheit geht vor, da lassen wir auch nichts anbrennen", sagte Scheich auch mit Blick auf Einschränkungen bei den Taschen, die nur bis Größe DIN A4 mitgeführt werden durften. Auch, dass das Feuerwerk schweren Herzens wegen der Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrand-Gefahr abgesagt wurde, stieß bei den Besuchern auf großes Verständnis, sagt Scheich. "Wir haben wirklich bis zum allerletzten Moment gewartet", berichtet er. Aber der Regen hatte am Freitag wieder einen Bogen um Freiberg gemacht.

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