Der Bergbau auf einer Münze

Die Freiberger Münzfreunde haben eine Medaillenserie speziell zur Montanregion Erzgebirge gestartet. Wer das exklusive Exemplar haben will, muss schnell sein.

Freiberg.

150 Stück in Silber, 150 Stück in Kaiserzinn: Die Auflage der ersten Münze in der Medaillenserie "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori" ist stark limitiert. Gestern haben die Freiberger Münzfreunde ihren neuesten Schatz gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) öffentlich präsentiert.

Anlass dafür ist das Jahr des Silberrausches, welches die Stadt Freiberg dieses Jahr zelebriert. Denn: Vor 850 Jahren wurde das erste Silber gefunden; Menschen siedelten sich hier an, sodass Freiberg am 11. Juni vor 800 Jahren erstmals urkundlich erwähnt worden ist. Schon kurz darauf seien erste Münzen geprägt worden, meint Helmut Herholz, Vorsitzender der Freiberger Münzfreunde. "Freiberg war einst eine der bedeutenden Münzstätten ganz Europas. Mit rund 45.000 Einwohnern war Freiberg damals eine Großstadt", erzählt er weiter.

Deshalb sei auch der Freiberger Bergbau als Motiv auf der ersten Medaille einer Reihe zu sehen, die in den folgenden Jahren weitere Bergstädte der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori abbilden soll. "Selbst wenn es nicht dazu kommen sollte, dass die Region den Weltkulturerbe-Titel bekommt, bleibt uns die Montanregion erhalten und darauf sind die Menschen stolz", erklärt Herholz. Jedes Jahr nun soll eine Münze aus verschiedenen Ecken der Montanregion entstehen; allerdings stets in einer sehr begrenzten Auflage.

Von den je 150 geprägten Münzen sind bereits je 50 Stück an befreundete Sammler versandt worden, sagt Herholz. Hundert Silbermünzen zu je 130 Euro sowie hundert Kaiserzinn-Münzen zu je 30 Euro werden in der Freiberger Tourist-Information verkauft. Das entspreche etwa den Herstellungskosten inklusive des enthaltenen Silberwertes. "Die Münze soll keine Massenware, sondern etwas Seltenes sein", erklärt Herholz die geringe Stückzahl. Käufer seien zumeist Sammler speziell von Bergbaumünzen und -medaillen. Nachprägungen seien selbst bei großer Nachfrage nicht vorgesehen. "Wir hatten schon einmal eine Münze nachgeprägt, sind diese dann aber nur schwer losgeworden", erzählt der Münzexperte.

Wer keine Münze ergattern konnte, kann sich auf eine Warteliste einschreiben, sagt Udo Becker, stellvertretender Vorsitzender der Freiberger Münzfreunde und Vizepräsident der sächsischen Numismatikergesellschaft. "Ab und an wenden sich Erben mit der Münzsammlung eines Angehörigen an uns. Dann kaufen wir auch Münzen zurück und vermitteln diese weiter", schildert Becker. Seit 30 Jahren geben die Freiberger Münzfreunde Medaillen zum Bergbau und Hüttenwesen im Freiberger Revier heraus.

Im kommenden Jahr soll das Motiv aus Schwarzenberg stammen, 2020 aus Joachimsthal und 2021 aus Marienberg und Schneeberg, kündigt Herholz an.

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