Die Säulen dreier legendärer Tage

Das 51. Stadt- und Haldenfest Brand-Erbisdorf ist bereits Geschichte. Was macht den Erfolg des Festes aus? Unser Autor ging auf Spurensuche.

Brand-Erbisdorf.

Wer erwartet hätte, nach dem erfolgreichen 50. Brand-Erbisdorfer Stadt- und Haldenfest im vergangenen Jahr könnte dem Stadtverein die Puste ausgehen, darf eines besseren belehrt sein. Die 51. Auflage blieb ihrem Anspruch treu: drei Tage gute Unterhaltung für die ganze Familie, bei freiem Eintritt. Ein Rückblick anhand der Standbeine, die das Fest ausmachen.

Fassbier: Mit dem Anstich fängt ein richtig gutes Fest nun einmal an. Und traditionell versucht das jeweilige Stadtoberhaupt Jahr für Jahr, die Anzahl der Schläge aus dem Vorjahr zu unterbieten. Nachdem Martin Antonow am Freitagabend einen gezielten Hieb landete, sorgte der Zapfhahn aber dafür, dass eine erkleckliche Menge Gerstensaftes überall hin kam, nur nicht in die vorgesehenen Gläser. Der OB behielt die Nerven, weshalb das Freibier doch noch den Weg zu den durstigen Kehlen fand.

Kinder und Familie: Der Samstag gehört dem Nachwuchs. Unter dem Motto "Mini-Fußball-WM" gab es Torwandschießen, Kletterwand, Reiten und mehr. Schade, so Birgit Neuber vom Stadtverein Brand-Erbisdorf, sei gewesen, dass es hätten noch mehr Besucher sein können.

Sicherheit: Nach unangenehmen Vorkommnissen zum Jubiläumsfest bekam die Sicherheit noch mehr Gewicht. "Glücklicherweise hatte unsere Security nichts zu tun", so Birgit Neuber. "Aber es ist gut, dass sie da ist." 2017 hatten Chaoten ein Wasserbecken zerstört. Diesmal gab es nichts annähernd Vergleichbares. Vorgesorgt hatten die Organisatoren auch für Wetterkapriolen. "Diesmal haben wir sicherheitshalber für Sandsäcke gesorgt", erklärt Hans-Jürgen Fischer, Chef des Stadtvereins. "Zwar ist die Wahrscheinlichkeit nur sehr gering gewesen, aber besser man hat als man hätte."

Stars: Nachwuchsbands wie diesmal die Maffay-Show-Band Ewig am Freitag oder Die Unkomplizierten am Samstag lassen stets aufhorchen. Sonntag um 15 Uhr steht traditionell ein bekannter Star auf der Bühne. Zum 50. kam Olaf Berger, diesmal brachte Country-Lady Linda Feller das Zelt zum Brodeln.

Organisation: Brand-Erbisdorf ohne Stadtverein, das mag man sich nicht vorstellen. Ganz ohne Reibungen geht es aber nicht zu, und weil Chef Hans-Jürgen Fischer kürzlich mal den letzten Sachsenkönig Friedrich August III. zitierte ("Macht doch eiern Dreck alleene...") kam das Gerücht auf, er werfe hin, was sofort zu großer Unruhe in der Stadt führte. "Das kommt aber gar nicht in Frage", so Fischer. "Schon allein wenn ich sehe, wie viele Gäste wieder gekommen sind, wie viel Unterstützung wir erfahren, da kann man doch nicht aufhören."

Zu guter Letzt: Die Kuchen und Torten, welche die Langenauer Landfrauen stets am Sonntag des Festes verkaufen, sind die Besten weit und breit, nahezu legendär schon. Über 30 verschiedene Sorten waren es diesmal. Würden sich die Damen damit auf einen leeren Parkplatz mitten in der Wüste Gobi stellen, nach einer halben Stunde hätte sich das herumgesprochen und die Leute würden herbeiströmen.

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