DRK will Kita-Öffnung verkürzen

Eltern äußern Unmut im Frauensteiner Stadtrat

Frauenstein.

Der Vorschlag, ab Januar in den Kindereinrichtungen Burkersdorf und Nassau die Öffnungszeiten morgens und nachmittags einzuschränken, hat am Montagabend im Frauensteiner Stadtrat einen Eklat verursacht. Anwesende Eltern aus beiden Orten warfen der Stadtverwaltung vor, sie ohne Gespräch darüber vor vollendete Tatsachen zu stellen. Grund für eine heftige Debatte während der öffentlichen Beratung war ein Brief des DRK Dippoldiswalde, der seit Anfang September in der Stadt vorliegt. Das DRK, Träger der Frauensteiner Kindereinrichtungen, fordert die Stadt zur Zahlung von 40.000 Euro auf. Die Summe sei für Personalkosten aufgelaufen, wenn sehr wenige Kinder außerhalb der neunstündigen Kernöffnungszeit der Kitas betreut werden müssten, erklärte Bürgermeister Reiner Hentschel (parteilos). Dabei geht es um den frühen Morgen und späteren Nachmittag.

Hentschel sprach von einem Politikum. Eltern warfen der Stadt vor, das Geld für die Kitas nicht ausgeben zu wollen und somit die Arbeitsplätze von Eltern aufs Spiel zu setzen. Auch Stadträte zeigten sich verärgert darüber, weil sie bislang keine Informationen zu dem sensiblen Thema bekommen hatten. Sie forderten ein Gespräch mit dem DRK. Dieses müsse die Summe aufschlüsseln und berichten, wie das in der Vergangenheit geregelt worden sei. Stadtrat und Bürgermeister einigten sich darauf, die Änderung der Öffnungszeiten vorerst bis April zu verschieben und bis dahin das Problem mit dem DRK zu klären. (ar)

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