Dürrehilfe: Hürden sind hoch gelegt

Abgabefrist für Anträge endet am 16. November

Freiberg.

Bislang haben nur sieben Landwirte aus Sachsen Dürrehilfe beantragt. Das teilte Bianca Schulz vom Landwirtschaftsministerium mit. Die Vize-Pressesprecherin verwies aber darauf, dass noch bis 16. November Zeit sei, Anträge beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie einzureichen. Am 12. Oktober hatte der Freistaat das Programm zur Hilfe von durch die Dürre geschädigten Landwirtschaftsbetriebe gestartet.

Peter Köhler, Geschäftsführer des Regionalbauernverbands Mittweida, und Werner Bergelt, Geschäftsführer des Verbands Erzgebirge, haben einige Landwirte über das Prozedere informiert. Wenn die Ernte dieses Jahr mindestens 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre liegt und die Existenz des Betriebes gefährdet ist, können bis zu 50 Prozent des Schadens ausgeglichen werden. Der maximale Zuschuss beträgt 500.000 Euro. In Sachsen wird laut Landwirtschaftsministerium derzeit von einem Gesamtbedarf von 44 Millionen Euro ausgegangen, 22 Millionen Euro davon werde der Bund bereitstellen.

"Das Verfahren ist sehr bürokratisch und lässt keine schnelle und effektive Dürrehilfe zu. Es ist zu befürchten, dass die zahlreichen bürokratischen Hürden viele betroffene Betriebe davon abhalten, Hilfsgelder zu beantragen", sagt Köhler. Auch Bergelt spricht von einem "länger währenden Prozess" bei der Antragstellung. "Früher hieß es, der Landwirt hat drei Ernten: den Halm, die Scheune, das Konto". Es sei wichtig, eine Risikovorsorge zu schaffen, die Wetterextreme abfedert.bp

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