Ehrenbürger hinterlässt Lutherbrief

Gedenkfeier für Heinrich Douffet im Rathaus

Freiberg.

Der Freiberger Stadtrat und rund 50 Gäste haben gestern im Rathaus Heinrich Douffets (Foto) gedacht. Unmittelbar zuvor hatten die Abgeordneten einstimmig beschlossen, dem am Dienstag im Alter von 82 Jahren Verstorbenen die Ehrenbürgerwürde der Stadt Freiberg zu verleihen. Die Urkunde nahm seine Schwester Christiane Grunewald entgegen.

Volker Benedix würdigte den am 25. Mai 1934 in Teplitz-Schönau geborenen Geologen als einen Mann, "ohne dessen Wirken unsere Stadt mit ihrer historischen Substanz nicht die heutige Stadt wäre." Es habe in der DDR Pläne gegeben, so der frühere Stadtarchitekt, große Teile der Freiberger Altstadt durch Plattenbauten zu ersetzen - ähnlich wie es in Zwickau geschehen sei. Er sei entsetzt gewesen, so Benedix, aber Douffet habe damals schon gesagt: "Das schaffen die nie. Dafür reicht die Wirtschaftskraft nicht." Beharrlich habe er für die Denkmale gestritten; mit der Sanierung am Obermarkt 1 sei der Durchbruch bei der Denkmalpflege gelungen.

Regina Lötsch übergab im Namen Douffets eine Handschrift von Martin Luther von 1545 an die Stadt, die der Ehrenbürger in einem Nachlass gefunden hatte. Als Wirtschafterin und Vertraute des Verstorbenen bedankte sie sich auch bei den Nachbarn: "Ohne ihre Hilfe hätte Heinrich in ein Krankenhaus gemusst. Und das wollte er nicht." (jan)

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