Ein Abschied in Coronazeiten

Dimitra Kalaitzi-Tilikidous zeigte als Piratin im "Graf von Monte Christo", was in ihr steckt. Doch die Pandemie verhinderte weitere Auftritte.

Freiberg.

Schade: Eigentlich wollte Dimitra Kalaitzi-Tilikidou sich vom Freiberger Publikum mit ihrer Rolle als fesche Piratin Luisa Vampa im "Graf von Monte Christo" verabschieden. Denn diese Rolle ist der in Thessaloniki geborenen Mezzosopranistin wie auf den Leib geschnitten: Dimitra Kalaitzi-Tilikidou kann nicht nur wunderschön singen, auch Fechten hat sie gelernt.

Doch nach seiner Premiere Mitte Februar wurde die neue Musicalinszenierung des Mittelsächsischen Theaters nicht noch einmal aufgeführt: Erst erlitt Hauptdarsteller Alexander Donesch vor der zweiten Aufführung einen Schwächeanfall, dann verhinderte die Coronapandemie weitere Vorstellungen. Deshalb hat Dimitra Kalaitzi-Tilikidou, die als Elternzeitvertretung anderthalb Jahre lang in Mittelsachsen war, das hiesige Theater ohne eine richtige Abschiedsvorstellung verlassen. Kleiner Trost: Einige Kollegen und Zuschauer interpretierten das Konzert am 15. Mai auf dem Obermarkt als "Abschiedsständchen" für sie.

Theaterfreunde werden zwei große Opernpartien von ihr in Erinnerung behalten: die scheinbar so unnahbare Sekretärin in Menottis "Der Konsul" und die Titelrolle in Massenets Märchenoper "Cendrillon" (Aschenputtel).

Auf Wiedersehen, Dimitra Kalaitzi-Tilikidou!

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