Ein Denkmal für einen Freiberger Denkmalschützer

Ohne Heinrich Douffet wäre die Bergstadt eine andere, daher machten sich jetzt Weggefährten für den im Mai 2017 Verstorbenen stark

Freiberg.

Mit einer Tafel am früheren Wohnhaus an der Wernerstraße in Freiberg wird jetzt an den engagierten Denkmalschützer Dr. Heinrich Douffet erinnert. "Er hat sehr viel in Ostdeutschland bewirkt, besonders in Freiberg", sagt CDU-Stadtrat Dr. Volker Benedix über seinen ehemaligen Weggefährten.

Der am 25. Mai 1934 in Teplitz-Schönau geborene Douffet verstarb am 2. Mai vorigen Jahres im Alter von 82 Jahren. Als studierter Geologe war er von 1963 bis 1989 Kreisbeauftragter für Denkmalpflege im Kreis Freiberg. In jener Zeit setzte er sich mit Nachdruck und erfolgreich für den Erhalt der historischen Innenstadt ein. Zu DDR-Zeiten sollten Teile der Altstadt abgerissen und danach Plattenbauten errichtet werden. 1990 zog es Douffet nach Dresden, wo er im Wissenschafts- und Kunstministerium bis zu seiner Pensionierung 1999 das Referat für Museen und Denkmalpflege leitete. In der Politik engagierte sich der Freiberger genauso: 1990 wurde er in die letzte Volkskammer der DDR gewählt. Zudem war er von 1994 bis 2014 für die CDU im Stadtrat. Für sein Wirken erhielt er etliche Auszeichnungen, darunter 2005 den Bürgerpreis. Posthum wurde ihm 2017 die Ehrenbürgerwürde verliehen.

"Er hat hohe Verdienste", bringt es Volker Benedix auf den Punkt. Mehrere Leute, darunter welche aus den Reihen der CDU-Stadträte und des Fremdenverkehrsvereins, hätten diese Tafel angeregt, die durch Spenden finanziert und durch Mitarbeiter des Gießereiinstituts der Bergakademie gegossen wurde. (acr)

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