"Ein einzelner Bankautomat löst Probleme nicht"

Aus der Sparkassenfiliale: Siebenlehner ringen weiter um eine Alternative

Siebenlehn.

Der jüngste Stadtratsbeschluss geht ihnen nicht weit genug. Die Abgeordneten der Liste Lebenswerte Stadt kämpfen deshalb um eine weiter gehende Lösung. "Ein einzelner Bankautomat löst die komplexe Problematik für unsere Menschen und Geschäftsleute in keiner Weise", so Stadtrat Herbert Grahl (Lebenswerte Stadt). Auch ein Sparkassenbus sei keine zeitgemäße Lösung. Und der Siebenlehner fügte hinzu: "Uns geht es um die Bereitstellung einer banktechnischen Grundversorgung, die diese Bezeichnung auch verdient."

Am 2. Dezember hatten die Stadträte einstimmig beschlossen, dass die Räume im historischen Siebenlehner Rathaus der Sparkasse zunächst zwei Jahre lang mietfrei zur Verfügung gestellt werden, damit ein Geldautomat erhalten bleibt.

Dazu Grahl: "Unser Marktplatz ist städtisch angelegt. In seinem unmittelbaren Einzugsbereich sind eine Apotheke, ein Bäcker, ein Fleischer, ein Getränkehandel, zwei Friseure, ein Nähsalon und ein Hundesalon." Für ältere Bürger oder Familien mit kleinen Kindern sei eine Einstellung jeglicher Bankaktivitäten im Ortskern von Siebenlehn "ein großes Problem und ein Rückschritt angesichts der erfreulichen städtebaulichen Entwicklung". Bargeldabhebung und Einkäufe würden häufig miteinander verbunden. Wer zum Abheben von Bargeld ohnehin fahren müsse, werde seine Einkäufe gleich in Nossen oder einem Gewerbegebiet erledigen. "Die Ladengeschäfte im Zentrum Siebenlehns werden darunter leiden", sagt Grahl. "Geschäftsaufgaben bedeuten für die Stadt einen Ausfall von Gewerbesteuereinnahmen."

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