Ein Freiberg voll Musik

Das dritte Sinfoniekonzert der Saison der Mittelsächsischen Philharmonie gestern Abend in der Nikolaikirche war dem Ende des Ersten Weltkriegs gewidmet, das sich im November zum 100. Mal jährte. Der Name Rudi Stephan würde heute wahrscheinlich zu den großen Komponisten des 20.Jahrhunderts gezählt werden, wäre der 28-Jährige nicht als Soldat an der Ostfront ums Leben gekommen. Seine Ballade "Liebeszauber" ebenso wie die Solokantate "Ich habe genug" von Johann Sebastian Bach sang Ensemblemitglied Elias Han. Danach stand Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie auf dem Programm. In deren Schlusssatz stimmten vier Solisten (neben Han Leonora Weiß-del Rio, Dimitra Kalaitzi-Tilikidou und Johannes Pietzonka) und ein großer Chor der Chemnitzer Singakademie in das Freude-Thema ein, das Beethoven auf die Ode von Friedrich Schiller komponierte und seit 1985 als Europa-Hymne die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft symbolisiert. "Dom & Klang im Kerzenschein" hieß es gestern im Freiberger Dom. Das Format mit Orgelmusik und einer Betrachtung der Kunstwerke im kerzenerleuchteten Dom ist an den Adventsdonnerstagen stets gut besucht.

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