Ein großer Tag für Jamie und die Niederbobritzscher

Für den Neubau des Kindergartens in Niederbobritzsch ist gestern der Grundstein gelegt worden. Damit geht ein Millionenprojekt der Gemeinde in seinen nächsten Bauabschnitt.

Niederbobritzsch.

Der kleine Jamie war der Aufgeregteste von allen. Immerhin wurde ihm zur gestrigen Grundsteinlegung des Anbaus für die Kindertagesstätte "Sonnenkäfer" in Niederbobritzsch die Ehre zuteil, die Zeitkapsel zu verschließen und im vorbereiteten Grundstein zu versenken. Kaum stillstehen konnte er, und er umrundete Bauplaner Arne Gorzolla während der kurzen Rede immer wieder. "Ich hoffe, ich verwandele mich nicht in ein Nilpferd, wenn du mich zum dritten Mal umkreist hast", lachte Gorzolla.

Viele Gäste waren gekommen, um den Festakt zu erleben. "Es ist meine erste Grundsteinlegung im Amt", gestand der neue Bürgermeister der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf, René Straßberger.


Dafür lief bei strahlendem Wetter alles sehr gut. Bis zur geplanten Fertigstellung des Neubaus, der sich an die vor einigen Jahren geschaffene Kinderkrippe anschließen wird, im kommenden Februar ist noch viel zu tun. "Drei Gruppenräume für je 16 Kinder entstehen", sagt Antje Huyer. Die Leiterin der Kita ist derzeit mit den älteren Kindern in das alte Bürgerhaus Naundorf umgezogen. Unglücklich sind sie in der Idylle dort nicht. "Es ist wie ein kleiner Kuraufenthalt", erklärte Huyer strahlend. Dennoch freut auch sie sich schon auf das neue Domizil.

Zu den Gruppenräumen kommen noch ein Mehrzweckraum, ein Büro für die Leiterin sowie Räume für die Mitarbeiter und den Hausmeister. Sieglinde Fritzsche, Vorsitzende des Fördervereins der Kita, hob hervor, was ihr am wichtigsten am Neubau ist: "Das ist die Barrierefreiheit." Die gab es im inzwischen abgerissenen Altgebäude nicht. "Und Barrierefreiheit gehört unbedingt zu einem integrativen Kindergarten", fügte Fritzsche hinzu.

Es waren noch nicht alle Fördermittel eingetroffen, da hatte die Gemeinde bereits Vorarbeiten geleistet, um den Fortgang der Arbeiten nicht zu verzögern. So wurden Leitungen für Trinkwasser oder Gas verlegt, eine Heizungsanlage in die Krippe eingebaut und nach dem Abriss das Baufeld vorbereitet. Derzeit laufen die Arbeiten an Bodenplatte und Rohbau.

"Im Oktober soll das Gebäude schon winterfest sein", sagt Bürgermeister René Straßberger. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf fast 1,4 Millionen Euro. Mehr als 900.000 Euro sind dabei Fördermittel vom Bund, 90.000 Euro steuert der Landkreis bei, den Rest bringt die Gemeinde auf.

Neben Matthias Lang, dem Vorsitzenden des Kita-Trägers, der Kinderarche Sachsen, war auch der Bürgermeister a.D. Volker Haupt vor Ort, der das Projekt schon vor Jahren immer wieder auf die Tagesordnung hob und schließlich zusammen mit dem Gemeinderat anschob.

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