Ein Weihnachtsmarkt, der trotz Corona stattfindet

Vier mittelsächsische Betriebe beteiligen sich am ersten virtuellen Weihnachtsmarkt, der mehr als nur ein Onlineshop ist.

Freiberg.

Durch den Schnee entlang weihnachtlicher Buden schlendern und regionale Produkte kaufen - Was in diesem Jahr vielerorts nicht möglich ist, können Weihnachtsmarkt-Freunde nun virtuell erleben. Die Drechslergenossenschaft (Dregeno) mit Sitz in Seiffen hat einen virtuellen Weihnachtsmarkt entwickelt, auf dem insgesamt 42 Unternehmen ihre Holzkunst verkaufen - darunter vier Betriebe aus Mittelsachsen. Noch bis zum 28. Februar können Besucher der Website über den Markt schlendern. Für den Kauf der jeweiligen Produkte werden die Besucher direkt auf die Websites der regionalen Hersteller oder der Dregeno weitergeleitet.

Einer der mittelsächsischen Händler ist Damasu-Holzkunst aus Neuhausen. Daniela und Matthias Suchfort, aus deren Namen sich Damasu zusammensetzt, verkaufen Holzbausätze für Pyramiden, Schwibbögen und Räucherhäuser. "Ich freue mich, dass die Chefin der Dregeno das Internet als das Medium der Zeit sieht", sagt Matthias Suchfort.

Als die Dregeno den virtuellen Weihnachtsmarkt vorgestellt hat, waren Birgit und Volkmar Wagner gleich überzeugt. "Das ist eine gute Möglichkeit, dass neue Interessenten unsere Seite kennenlernen", sagt Birgit Wagner. Die Drechslerei Volkmar Wagner in Hainichen fertigt Figuren, Räucherhäuser, Pyramiden und Lichterbögen. Lauftiere mit beweglichen Beinen, die auf schrägen Ebenen von alleine laufen - das stellt Michael Lipkowsky in Flöha her. Mittlerweile gibt es elf verschiedene Tiere, die er vor allem auf Kunsthandwerkermärkten verkauft. "Die Hauptverkaufszeit für uns ist die Weihnachtszeit", sagt Regine Lipkowsky. Dementsprechend hofft sie nun, auf dem Markt Kundschaft zu gewinnen.

In der Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz GmbH werden die Sternkopf-Engel gefertigt. Das Design stammt aus Flöha - von Sylva-Michèle Sternkopf. Normalerweise läuft ein großer Teil des Verkaufs über Weihnachtsmärkte. Daher war Sternkopf von Anfang an begeistert von der Idee des virtuellen Marktes. "Es ist vermutlich das beste, was man an Weihnachtsmärkten in diesem Jahr bekommen kann", so Sternkopf. Sie sieht die Ausnahmesituation als Chance, junge Interessenten zu gewinnen, die auf einem realen Weihnachtsmarkt nicht an der Bude stehengeblieben wären.

Der virtuelle Markt ist online zu finden, wenn Sie folgende Internetadresse eingeben: www.dregeno.de/weihnachtsmarkt

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