Eine Exkursion auf Umwegen

Volontärin Eva-Maria Gey und Praktikantin Carolin Lange (im Bild) arbeiten derzeit in der Lokalredaktion der "Freien Presse" in Freiberg. Beide kommen jeden Morgen mit dem Zug zur Arbeit: Eva-Maria Gey aus Chemnitz, Carolin Lange aus Dresden. In der Serie "Nächster Halt" stellen sie Reisende vor, denen sie auf dem Arbeitsweg nach Freiberg oder auf ihrem Heimweg begegnen. Heute: drei Studierende auf dem Weg nach Chemnitz.

 Ole, Katharina und Jonathan studieren seit anderthalb Jahren an der Fakultät Architektur der TU Dresden. Für das Fach Freiraumplanung sind sie unterwegs nach Chemnitz, um für ihr Semesterprojekt die Brückenstraße unter die Lupe zu nehmen. Projekte wie dieses finden jedes Jahr statt, erklären sie, aber jetzt zu Zeiten von Corona ist alles ein bisschen komplizierter.

Zu Beginn des Projekt ist ihr Dozent nach Chemnitz gefahren. Dort hat er seine Ausführungen in einem Video aufgenommen, denn mit der ganzen Gruppe kann die Exkursion aktuell nicht stattfinden. In den Wochen danach holen die Studierenden die Exkursion in kleinen Gruppen nach. Vor Ort werden sie sich das Video noch mal auf dem Handy anschauen. Dann ist es irgendwie, als wären sie gemeinsam mit dem Dozenten dort gewesen.
Wegen der Corona-Risiken der Zufahrt sorgen sie sich heute nicht besonders. Schließlich seien nicht viele Mitreisende hier im Zug. Wäre es sehr voll, fände sie das aber schon bedenklich, räumt Katharina ein. Außerhalb ihrer Exkursionen müssen sie den Zug aktuell nicht nutzen. Dafür fahren sie aber in Dresden mit dem öffentlichen Nahverkehr, und dort sei das Abstandhalten meistens deutlich schwieriger als heute im Regionalzug.

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