Erneut Montagsspaziergang in Freiberg

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Mehrere Hundert Menschen sind wie in den Vorwochen auch am Montagabend in den Freiberger Albertpark gekommen.

Freiberg.

Die Anzahl der "Montagsspaziergänger" wächst. Laut Polizeisprecherin Jana Ulbricht waren es am gestrigen Montagabend ungefähr 650 Teilnehmer. In der Vorwoche war die Teilnehmerzahl auf gut 500 Personen geschätzt worden.

Per Lautsprecherwagen machte die Polizei im Park mehrere Durchsagen. Darin hieß es unter anderem, auf Grund von Verstößen am Montag zuvor werde die Polizei verstärkt kontrollieren. Es sei keine Versammlung angemeldet worden. Von dem Angebot, die Anmeldung an Ort und Stelle nachzuholen, wurde nach Angaben des Landratsamtes kein Gebrauch gemacht.

Gegen 18 Uhr zogen Hunderte Spaziergänger friedlich entlang der B 173 in Richtung Kinopolis. Plakate wurden nicht mitgeführt und die Abstandsregeln zum großen Teil eingehalten. Einen Mund-Nasen-Schutz trugen nur wenige der "Montagsspaziergänger". Am Kinopolis bog der Zug in die Karl-Kegel-Straße ein und kehrte dann durch das Wohngebiet Wasserberg zurück in Richtung Stadtzentrum. In Sprechchören forderte eine kleine Gruppe: "Frieden, Freiheit, keine Diktatur".

Gegen 18.40 Uhr wurde der Forstweg erreicht. Beamte in Polizeiautos beobachteten den Zug aus einiger Entfernung, griffen aber nicht ein. Über die Maxim-Gorki-Straße und den Feldschlösschenweg ging es zur B 101 und zurück in den Albertpark.

Nachdem sich gegen 19.30 Uhr das Gros der Menschen zerstreut hatte, gab es noch Gerangel. Laut Polizei war aus einer etwa 80- bis 100- köpfigen Gruppe heraus die Konfrontation gesucht worden; es seien Platzverweise ausgesprochen und durchgesetzt worden. Die vorwiegend Jugendlichen hätten sich zuvor nicht am Spaziergang beteiligt.

In sozialen Netzwerken war zum politischen Spaziergang gegen die Coronapolitik aufgerufen worden. In einer Pressemitteilung hatte die Bürgergruppe Montagsspaziergang Freiberg am Freitag erklärt, sie hoffe auf ein weiteres Wachsen der Telegram-Chat-Gruppe und der Montagsspaziergänge. "Weiterhin wünschen wir uns friedlichen, gewaltfreien und positiven Protest. Nur vereint können wir etwas bewegen."

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.