Extras in Kitas: Von Englisch bis Reiten

Zur Förderung des Nachwuchses in Tagesstätten im Landkreis gibt es mehrere Ansätze und Konzepte. Dafür muss unterschiedlich tief in die Tasche gegriffen werden.

Freiberg/Burgstädt.

In welcher der 265 Kitas im Landkreis will ich mein Kind betreuen lassen? Bei der Wahl der Einrichtung legen Eltern vordergründig Wert darauf, dass die Kita in Wohnortnähe liegt, heißt es aus dem Landratsamt.

Doch in einigen Orten existieren mehrere Einrichtungen - mit jeweils unterschiedlichen Konzepten und Angeboten. Informationen gibt es darüber bei den Häusern selbst, im Rathaus, auf der Homepage des Landkreises sowie auch bei Fachberaterinnen im Amt.

Der Blick auf Extras in Mittelsachsens Kindergärten, Krippen und Horten, mit denen die Jüngsten gefördert werden können, zeigt Vielfalt - teils müssen Eltern gesondert zahlen, teils ist das per Elternbeitrag gedeckt. Die Beiträge, die Eltern zahlen müssen, schwanken in Mittelsachsen stark (siehe Grafik). Die "Freie Presse" stellt eine Auswahl besonderer Angebote vor:

Englisch: Englisch sei ein wichtiger Bestandteil im Alltag, gute Kenntnisse würden in vielen Berufen gebraucht, ist man im Hartmannsdorfer "Kinderhaus Weltenbaum", Betriebskita der Komsa-Gruppe, überzeugt. Daher gibt es einen Muttersprachler, der nur Englisch mit den Kindern spricht. "Sie verstehen sehr schnell fast alles und antworten teilweise auf Englisch", so An-drea Fiedler, Sprecherin der Komsa-Gruppe.

Auch in der Kita in Ringethal wird Englisch vermittelt, immer dienstags durch einen Rentner, der über einen externen Anbieter beschäftigt ist. "Die Kinder lernen Redewendungen und Vokabeln", so Kita-Leiterin Annett Kretzschmar.

Erste Hilfe: Was mache ich, wenn eine Person verletzt ist? Wie lege ich einen Verband an? Erste-Hilfe-Wissen wird einmal pro Woche in der Kita "Regenbogenland" des DRK in Großschirma vermittelt. "Das wird sehr gut angenommen", berichtet Leiterin Jennifer Schubert.

Kleine Forscher: Zum dritten Mal hat das Kinderhaus "Kunterbunt" der Volkssolidarität im Leubsdorfer Ortsteil Hohenfichte 2018 das Zertifikat der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" erhalten. Sie zeigt Kitas, wie erstes Wissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gefördert werden kann. Die Kinder experimentieren beispielsweise zu Luft oder Magnetismus, so Projektbetreuerin Ute Manthei.

Musik: Im Morgenkreis wird gesungen, es gibt Reime und Singspiele, mehrfach haben die Kinder ein Musical aufgeführt: Musische Erziehung ist im Evangelischen Kindergarten "Lebensbaum" in Burgstädt Alltag. Gefördert werden Selbstbewusstsein, Konzentration und Sprache, so Leiterin Gabriele Reinhold.

Sprache: Über das Bundesprogramm "Sprach-Kitas" wird die Stelle von Sprachberaterin Kerstin Höfler in der Kita "Regenbogen" in Penig gefördert. Sie dokumentiert per Video, wenn die Lautbildung eingeschränkt ist und Hilfe ratsam wäre. Auch schafft sie Anlässe zum längeren Sprechen, lässt Kinder etwa von einem Ausflug berichten.

Reiten: Für Kinder ab drei Jahren, die die Kitas "Buratino" und "Sonnenland" in Brand-Erbisdorf besuchen, besteht die Möglichkeit, an therapeutischem Reiten auf dem Rosenhof in St. Michaelis teilzunehmen. "Verhalten gegenüber dem Tier, Pflege und Bewegungen werden erlernt, Haltungsschäden ausgeglichen", so Kerstin Albert vom Verein Lebenshilfe Freiberg.

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