Feiertage mit Festen und Bahnnostalgie

Das sonnige Wetter zog viele Familien nicht in die Ferne, sondern dahin, wo in der heimischen Region etwas los war. Immer mit dabei: der Osterhase.

Großvoigtsberg/Freiberg.

Von Karfreitag bis zum gestrigen Ostermontag wartete die Region mit vielen Veranstaltungen auf, auch mit dem traditionellen Osterexpress des Fördervereins Zellwaldbahn. Am alten Bahnhof von Großvoigtsberg schlugen sich deshalb einige Personen durch das Gebüsch. Doch wer ihnen aufgrund des eigentümlichen Treibens unlautere Absichten unterstellte, der irrte gewaltig. Mario Elsner, Vorsitzender des Fördervereins Zellwaldbahn, und seine Mitstreiter waren am Karfreitag sozusagen als die fünfte Kolonne des Osterhasen unterwegs. In seinem Auftrag versteckten sie Beutel, prall gefüllt mit allerlei Süßigkeiten. Der Osterhase konnte diesen Job nicht selbst erledigen, denn er war noch mit dem Zug unterwegs.

Das Ganze war Teil der großen Osterfahrt durch den Zellwald, zu dem der Förderverein gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Dampflok Nossen eingeladen hatte. Zweimal ging es dabei von Nossen nach Freiberg und zweimal wieder retour. Und auf dieser Rückfahrt wurde etwas länger in Großvoigtsberg angehalten, damit die Kinder in den Büschen nach den Süßigkeiten suchen konnten. "Genau 371 Beutel haben wir versteckt", sagte Mario Elsner. "Eigentlich wollten wir das auf einer Wiese tun, aber bei den heißen Sonnenstrahlen hätte dann die Schokolade keine Chance gehabt." Deshalb landete alles in kleinen Nestern im Schatten der Sträucher.

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Als der Zug einfuhr, gab es kein Halten mehr. Osterhase Alina und ihre kleine Gehilfin Tessa halfen eifrig beim Suchen. Derweil gönnten sich die erwachsenen Passagiere eine Bratwurst oder einen kühlen Schluck. In den acht Personenwagen plus Speisewaggon war kein Platz frei. "Insgesamt 1000 Passagiere transportieren wir", so Andreas Rost, stellvertretender Vorsitzender der IG Dampflok. "Das ist Rekord, ebenso, was die Anzahl der Wagen angeht." Mehr sei nicht zu bewältigen. So viele Menschen wie noch nie wollten auf der 24 Kilometer langen Strecke mitfahren. Der Andrang am Grill von Tino Glöckner war so groß, dass sich der Osterhasen-Express eine Verspätung von 15 Minuten einhandelte.

Auch anderswo gab es viel zu erleben. Zwar durften die Osterfeuer wegen der hohen Waldbrandgefahr nicht lodern, doch fanden sich andere schöne Dinge. Der Brauchtumsverein in Zug etwa lud am Samstag zu einem kleinen Fest im Haldenpark ein. Akrobat Jonny verzauberte gemeinsam mit einem frechen Osterhasen die Kinder, die bei kleinen magischen Kunststücken und Jonglagen große Augen bekamen.

Geruhsamer ging es beim Osterspaziergang in Helbigsdorf zu, den der Ortsverein "Drei weiße Birken" veranstaltete, und in Dittmannsdorf gab es Samstag und Montag Ostertanz. Ein echter Knüller für die ganze Familie war das Osterfest im Freiberger Tierpark. Ein regionaler Bäcker spendierte Kuchen, dessen Verkaufserlös an den Förderverein des Tierparks geht. Der Unterschied zu den vielen anderen Osterveranstaltungen war hier, dass die Besucher ausnahmsweise einmal echte Hasen zu sehen bekamen.

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