Feinstes Sprachenwirrwarr

Auf Mission: Seit mehr als fünf Monaten lebt Rebekka Koch in Georgien. Fleißig lernt sie Aserbaidschanisch. Das ist aber nicht die einzige Sprache um sie herum.

Marneuli/Brand-Erbisdorf.

Nun bin ich schon über fünf Monate hier in Georgien. Seit etwas mehr als vier Monaten lerne ich Aserbaidschanisch. Und vor fast acht Jahren begann mein Russischunterricht in der Schule. So lange habe ich Russisch gelernt und doch kann ich mich inzwischen schon besser auf Aserbaidschanisch ausdrücken. Das ergibt auch Sinn, schließlich höre ich diese Sprache tagtäglich in meiner Familie, habe zwei mal die Woche Sprachunterricht und hauptsächlich mit Aserbaidschanern zu tun. Besonders in den ersten Monaten hier in Georgien hatte ich kaum Kontakt zu Menschen anderer Nationalitäten.

Das hat sich allerdings in der letzten Zeit ein wenig geändert. Mitte Januar habe ich meinen Urlaub genutzt, um für drei Tage auf ein christliches Wintercamp in Tbilisi, (Hauptstadt von Georgien, Anm. d.Red. ) zu fahren. Dort war ich dann nur noch umgeben von Russisch. Und Georgisch. Mal eine ganz neue Erfahrung!

Nun kann ich drei Worte Georgisch: Gamardschoba (Hallo), Gmadlob (Danke) und Modis (Komm). Die Buchstaben kann ich allerdings noch immer nicht lesen und viele der Laute auch nicht aussprechen. Dies sorgt immer mal wieder für Gelächter, wenn ich es dann doch versuche.

Zumindest wenn Russisch geredet wird, verstehe ich inzwischen aber immer mehr. Oder ich weiß zumindest, dass ich die Vokabeln einmal in der Schule gelernt habe ... Und viel zu schnell wieder vergessen habe!

Aber das kann ja noch werden. Schließlich bleiben mir noch vier weitere Monate. Und vielleicht kann ich am Ende hier in Georgien nicht nur auf Englisch und Aserbaidschanisch, sondern auch auf Russisch Gespräche führen.

Die Autorin hat in Brand-Erbisdorf Abitur gemacht und ist seit September 2018 in christlicher Mission in Georgien. Regelmäßig berichtet sie. www.freiepresse.de/aufmission

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