Feuer in Mulda: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

800 Ballen an Futter sind bei dem Brand am Sonntag vernichtet worden. Der Landwirt selbst übernahm die Brandwache.

Mulda.

Nach dem Großbrand, der am Sonntag in Mulda etwa 80 Prozent des Futtervorrates eines Muldaer Landwirts vernichtet hat, ermittelt die Polizei nun wegen Brandstiftung. Das teilte ein Polizeisprecher gestern mit.

Zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen waren im Bereich der Geleitstraße aus bisher nicht geklärter Ursache etwa 800 Ballen aus Stroh, Heu und Silage in Brand geraten. Personen sind bei dem Feuer nicht verletzt worden. Angaben zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizei gestern noch nicht machen.

Nach den Worten des Muldaer Feuerwehrchefs Gerd Saring mussten mehr als 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mulda und aus Wehren umliegender Orte den gesamten Sonntag über gegen die Flammen kämpfen. Die Ballen standen lichterloh in Flammen. Weil das Muldabad in der Nähe des Brandes lag, konnte das Wasser aus dem Freibad genutzt werden. "Wir haben die Hälfte des Bades leergepumpt, und knapp 2000Liter je Minute gebraucht", schätzte Saring ein. Die Muldaer konnten nur mit einem eigenen Tanklöschfahrzeug anrücken, da das zweite noch nicht ersetzt werden konnte. Es war bei einem Unfall vor einigen Wochen völlig zerstört worden. Die Schwierigkeit bei den Löscharbeiten sei auch gewesen, dass die verbrannten Ballen mehrfach umgelagert werden mussten, um im Inneren alle Glutnester zu finden und zu löschen. In den Abendstunden des Sonntags hatten die Einsatzkräfte das Feuer laut Saring dann im Griff. "Die Brandwache in der Nacht zum Montag hat der Landwirt selbst übernommen", sagte er. Gestern wurden die Schlauchleitungen zurückgebaut.

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