Feuerwache Zethau ist der größte Brocken

Eine Million Euro steckt Mulda 2019 in seine Infrastruktur. Erneuert werden die Heizung im Haus des Gastes, die Elektrik in der Schule und ein Durchschreitebecken im Freibad.

Mulda.

Atemschutztechnik, Straßenbau, ein Mehrgenerationenplatz - Muldas Gemeinderäte haben auf ihrer jüngsten Sitzung den Haushaltsplan 2019 mehrheitlich beschlossen. Demnach wird rund eine Million Euro in die Infrastruktur investiert. Eine Auswahl der Projekte:

Zethauer Feuerwache: Die Feuerwehren spielen in der Gemeinde eine wichtige Rolle. Das spiegelt sich auch im Haushalt 2019 und in den Finanzplänen für 2020 und 2021 wider. Fertig gestellt werden soll das Zethauer Gerätehaus, an dem seit Sommer 2017 gebaut wird. Frühestens Mitte 2019 rechnet Bürgermeister Reiner Stiehl (Freie Wähler) mit der Fertigstellung. Ursprünglich waren 660.000 Euro Kosten veranschlagt, wovon das Land bereits 360.000 Euro als Zuschüsse bezahlt hat. Derzeit beziffert die Gemeinde die Kosten mit rund 700.000 Euro. 211.000 Euro will Mulda in diesem Jahr für das neue Depot ausgeben.


Tanklöschfahrzeug: Die Muldaer Feuerwehr wird ein neues Tanklöschfahrzeug erhalten. Kostenpunkt: 274.000 Euro, davon rund 89.000 Euro Zuschüsse. Das bisherige Fahrzeug war im Mai 2018 bei einem Unfall bei Großvoigtsberg völlig zerstört worden. Die Versicherung kam für den Schaden auf, so Kämmerin Viola Zänker auf Anfrage. 37.000 Euro sind für neue Atemschutztechnik der Brandschützer vorgesehen. Davon werden rund 17.000 Euro als Zuschüsse erwartet. Ab 2020 soll zudem mit den Vorbereitungen des Umbaus von Muldas Gerätehaus begonnen werden.

Straßen: Saniert werden soll der Großhartmannsdorfer Weg einschließlich Straßenbeleuchtung in Mulda (180.000 Euro, davon 144.000 Euro Zuschüsse). Der Fußweg in Randeck soll gebaut werden (32.000 Euro, davon 22.000 Euro Zuschüsse). Hinzu kommt die Vorplanung für die Straßenbeleuchtung im Muldaer Neubaugebiet (10.000 Euro).

Weitere Vorhaben: In der Muldentalhalle soll für 52.000 Euro die Heizung erneuert werden. Rund 32.000 Euro sollen davon als Zuschüsse fließen. Für den Mehrgenerationenplatz in Zethau sind 85.000 Euro geplant, die zu 100 Prozent als Zuschüsse fließen. Der Friedhof in Mulda soll eine behindertengerechte Toilette erhalten. Kosten: 25.000 Euro, wobei 20.000 Euro als Zuschüsse erwartet werden. In den nächsten Jahren kämen auch die Friedhöfe in Zethau und Helbigsdorf an die Reihe, so Stiehl. In der Grundschule Mulda soll die Elektroanlage in zwei Jahresscheiben erneuert werden. Dafür sind 50.000 Euro für 2019 veranschlagt. Erneuert werden sollen auch die Durchschreitebecken im Muldaer Erlebnisbad. Die angepeilten Kosten belaufen sich dafür auf rund 30.000 Euro. Ebenfalls geplant ist die Fortführung der Trockenlegung der Häuser Kommunaler Blick 3 und 4 für insgesamt 5000Euro. 16.000 Euro sind für die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes vorgesehen.


Pro-Kopf-Verschuldung in Mulda liegt bei 718 Euro

Die Erträge im Haushalt 2019 belaufen sich laut Kämmerin Viola Zänker auf über 4,57 Millionen Euro. Der Aufwand liege allerdings rund 171.000 Euro darüber. Grund: Die Gemeinde kann ihre Abschreibungen in Höhe von rund 770.500 Euro nicht ganz erwirtschaften. Das aber schreibt die neue unternehmensnahe Haushaltsführung Doppik vor. Die Abschreibungen können aber verrechnet werden; nur die Abschreibungen für Investitionen nach 2018 müssen unbedingt erwirtschaftet werden, also beispielsweise die neue Feuerwache in Zethau und das neue Löschfahrzeug für Mulda. Mulda werde die Ausnahme-Regelung voraussichtlich nutzen.

Auf Anregung von CDU-Gemeinderat Sven Stebel soll zur Jahresrechnung über die Verrechnung der Abschreibungen beraten werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Mulda liegt Ende 2019 laut Haushalt bei 718Euro. Zum Vergleich: Der Richtwert in Sachsen beträgt 850 Euro. Die Kommune hat Kredite über rund 1,8 Millionen Euro laufen. Rund 89.000 Euro werden jährlich an Krediten getilgt. Der Zinssatz konnte Kämmerin Viola Zänker zufolge ständig reduziert werden und beträgt jetzt durchschnittlich 1,67Prozent. Knapp 20.200 Euro Zinsen zahlt die Kommune. Die Rücklagen der Kommune betragen voraussichtlich 1,1 Millionen Euro. (hh)

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